News aus aller Welt
Start
"Niemand verkauft den Fußball" - FIFA wehrt sich gegen Kritik - besteht aber weiter auf ihre Teilprivatisierungspläne für die WM
Schlagzeilen · 31.07.2026 07:53

"Niemand verkauft den Fußball" - FIFA wehrt sich gegen Kritik - besteht aber weiter auf ihre Teilprivatisierungspläne für die WM

Kurz: Die FIFA verteidigt ihre Pläne für eine Teilprivatisierung der Fußball-WM gegen massive Kritik. Verbände drohen bereits mit Boykottmaßnahmen.

Die FIFA in der Defensive: Investoren-Pläne sorgen für Unruhe

Der Fußball-Weltverband FIFA sieht sich aktuell mit einer Welle der Kritik konfrontiert. Hintergrund ist das Vorhaben, den Weltverband beziehungsweise die Organisation der Fußball-Weltmeisterschaft für private Investoren zu öffnen. Diese Pläne stießen international auf massiven Widerstand, woraufhin die FIFA nun offiziell Stellung bezog. Trotz der Gegenwehr hält der Weltverband an seinem Kurs fest.

Stellungnahme des Weltverbandes

In einer offiziellen Mitteilung betonte die FIFA, dass man die geäußerten Bedenken und Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit wahrnehme und respektiere. Dennoch unterstrich die Organisation ihr Vorhaben, einen Konsultationsprozess fortzuführen, den sie als offen und demokratisch bezeichnet.

Besonders deutlich wies die FIFA den Vorwurf zurück, den Sport kommerziell zu veräußern. „Niemand verkauft den Fußball“, hieß es in der Erklärung. Der Verband kritisierte zudem die mediale Berichterstattung der vergangenen Tage, die den geplanten Austauschprozess nach Ansicht der FIFA gestört habe.

Internationale Verbände drohen mit Boykott

Die Pläne zur Teilprivatisierung haben eine beispiellose Reaktion innerhalb der Fußball-Weltverbände ausgelöst. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat bereits angekündigt, im Falle einer Umsetzung der Investoren-Pläne sämtliche Turniere zu boykottieren. Dieser drastische Schritt wäre ein schwerer Schlag für den internationalen Fußballkalender und die Integrität der Weltmeisterschaft.

Unterstützung erhält die UEFA dabei vom nord- und mittelamerikanischen sowie karibischen Verband CONCACAF, der sich dem Boykottaufruf angeschlossen hat. Damit wächst der Druck auf die FIFA-Führung um Präsident Gianni Infantino erheblich.

Kontext und mögliche Folgen

Die Auseinandersetzung markiert einen kritischen Punkt in der Beziehung zwischen der FIFA und den kontinentalen Verbänden. Sollten die Drohungen wahrgemacht werden, stünde die Zukunft der Weltmeisterschaft vor einer Zerreißprobe. Die FIFA argumentiert zwar mit einem demokratischen Prozess, doch die Fronten zwischen den Befürwortern einer wirtschaftlichen Öffnung und den Kritikern, die den Sport vor privatem Einfluss schützen wollen, scheinen derzeit verhärtet.

Die nächsten Schritte hängen maßgeblich davon ab, wie die FIFA den angekündigten Konsultationsprozess gestaltet und ob sie bereit ist, substanzielle Zugeständnisse an die kritischen Verbände zu machen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob ein Kompromiss möglich ist oder ob der Konflikt die globale Fußballstruktur nachhaltig verändern wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/coup-de-tete-dans-un-match-de-foot-32108866/ · Foto: Bechir Lachiheb
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/fifa-wehrt-sich-gegen-kritik-besteht-aber-weiter-auf-ihre-teilprivatisierungsplaene-fuer-die-wm-100.html