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Neue Studio-Displays: Kein Intel-Support – und ein 120-Hertz-Problem
Technik · 04.03.2026 10:52

Neue Studio-Displays: Kein Intel-Support – und ein 120-Hertz-Problem

Kurz: Apples neue Studio-Displays bringen einige Überraschungen mit sich, darunter fehlender Intel-Support und technische Einschränkungen.

Apples neue Studio-Displays: Ein Überblick

Apple hat kürzlich seine Studio-Displays überarbeitet und bietet nun zwei neue Modelle an. Diese Änderungen bringen jedoch einige Herausforderungen mit sich, insbesondere im Hinblick auf die Kompatibilität und technische Details.

Wegfall des 32-Zoll-Modells

Ein markanter Punkt der Überarbeitung ist die Streichung des 32-Zoll-Modells. Apple hat sich entschieden, dieses Format nicht mehr anzubieten, was für einige Nutzer eine Enttäuschung sein könnte. Stattdessen konzentriert sich Apple auf die neuen Modelle, die jedoch nicht ohne Einschränkungen sind.

Kompatibilität: Kein Support für Intel-Macs

Einschränkung auf Apple-Silicon-Maschinen

Die neuen Studio Displays, sowohl das Studio Display 2 als auch das Studio Display XDR, sind ausschließlich mit Apple-Silicon-Maschinen kompatibel. Das bedeutet, dass Nutzer, die noch auf Intel-Rechnern arbeiten, nicht in den Genuss der neuen Displays kommen können. Diese Entscheidung hat Apple nicht näher erläutert, und es bleibt unklar, warum Intel-Maschinen ausgeschlossen wurden.

Technische Hintergründe

Mit der Einführung von Apple-Silicon im Jahr 2020, beginnend mit dem Mac mini, hat Apple die Unterstützung für Intel-Maschinen schrittweise reduziert. Das kommende macOS 26, auch bekannt als Tahoe, wird das letzte Betriebssystem sein, das auf Intel-Rechnern läuft, was die Relevanz dieser Maschinen weiter verringert.

Technische Details der neuen Displays

Studio Display 2: Alte Technik, hohe Preise

Das Studio Display 2 hat in der Kritik gestanden, da es scheinbar ein älteres Panel verwendet, das mit lediglich 600 Candela und ohne HDR sowie einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz ausgestattet ist. Dies wird von vielen als veraltet angesehen, insbesondere angesichts der hohen Preisgestaltung von 1700 Euro für das Gerät.

Verbesserungen und neue Features

Trotz der Kritik gibt es einige Verbesserungen:

  • **Zwei Thunderbolt-5-Ports** mit 96 Watt Leistung
  • **Verbesserte Basswiedergabe** (laut Apple „30 Prozent tiefer“)
  • **Desk-View-Modus** für die 12-Megapixel-Webcam

Allerdings bleibt der Ständer unverändert, und eine Höhenverstellung kostet zusätzlich 400 Euro.

Studio Display XDR: Ein kleiner Bildschirm für Profis

Das Studio Display XDR ersetzt das Pro Display XDR und bietet ein neues Panel mit 120 Hertz, Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung und HDR-Wiedergabe bis zu 2000 Candela. Trotz dieser beeindruckenden Spezifikationen hat das Display jedoch nur eine Diagonale von 27 Zoll, was für viele Profis als zu klein empfunden wird.

Preisgestaltung

Mit einem Preis von mindestens 3500 Euro für das 27-Zoll-Modell ist es für viele Nutzer eine kostspielige Investition. Zum Vergleich: Das Pro Display XDR begann zuletzt bei 5500 Euro, wobei der Ständer separat für 1100 Euro erhältlich war. Das neue Modell kommt mit einem höhenverstellbaren Ständer, was einen Schritt in die richtige Richtung darstellt.

Besondere Funktionen

Das Studio Display XDR unterstützt den DICOM Medical Imaging Standard, was es für Radiologen und Fachleute in der medizinischen Bildgebung interessant macht. Dies könnte in Anbetracht der hohen Preise für spezialisierte Monitore als eine Art Schnäppchen angesehen werden.

120-Hertz-Problematik

Ein weiteres Problem, das Nutzer beachten sollten, ist die 120-Hertz-Funktionalität des Studio Display XDR. Diese läuft nicht auf allen Macs. Insbesondere die M1, M1 Pro, M1 Max, M1 Ultra, M2 und M3 Modelle zeigen nur 60 Hertz an, was die Nutzung der höheren Frequenz einschränkt.

Nachhaltigkeit und Recycling

Ein positiver Aspekt der neuen Modelle ist die verbesserte Nachhaltigkeit. Die Umverpackungen des Studio Display 2 und des Studio Display XDR können nach der Entnahme zusammengefaltet werden, was die Entsorgung erleichtert und zu einer umweltfreundlicheren Praxis beiträgt.

Ausblick und nächste Schritte

Die neuen Studio-Displays von Apple bringen einige spannende Features, jedoch auch signifikante Einschränkungen mit sich. Die Entscheidung, Intel-Maschinen nicht mehr zu unterstützen, könnte viele Nutzer verunsichern.

Es bleibt abzuwarten, wie Apple auf das Feedback der Nutzer reagieren wird und ob zukünftige Modelle eine breitere Kompatibilität bieten werden. Das Unternehmen könnte sich gezwungen sehen, Anpassungen vorzunehmen, um eine breitere Zielgruppe anzusprechen und die Bedürfnisse seiner Kunden besser zu erfüllen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/industrie-technologie-computer-hauptplatine-21602198/ · Foto: Nicolas Foster
Quelle: https://www.heise.de/news/Neue-Studio-Displays-Kein-Intel-Support-und-ein-120-Hertz-Problem-11198029.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag