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Nach Sieg gegen Cottbus: Darmstadt 98 will auch auswärts aufblühen
Regional · 15.10.2026 07:17

Nach Sieg gegen Cottbus: Darmstadt 98 will auch auswärts aufblühen

Kurz: Nach dem Befreiungsschlag gegen Energie Cottbus blickt der SV Darmstadt 98 optimistisch auf die Auswärtspartie in Karlsruhe.

Ein wichtiger Befreiungsschlag am Böllenfalltor

Der SV Darmstadt 98 hat in der laufenden Zweitliga-Saison ein wichtiges sportliches Lebenszeichen gesendet. Mit einem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen Energie Cottbus gelang den Lilien am vergangenen Samstag nicht nur ein prestigeträchtiger Heimsieg, sondern auch ein entscheidender Sprung in der Tabelle. Durch diesen Erfolg konnte sich die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt erfolgreich aus dem Tabellenkeller und damit aus der unmittelbaren Abstiegszone verabschieden. Für den Verein und sein Umfeld stellt dieser Sieg eine erhebliche Erleichterung dar, da der Druck nach den vorangegangenen Partien stetig gewachsen war. Die Spieler um Innenverteidiger Patric Pfeiffer haben die Länderspielpause intensiv genutzt, um an taktischen Abläufen und der defensiven Stabilität zu arbeiten. Dass diese Mühen nun direkt in Zählbares umgemünzt werden konnten, wertet die Mannschaft als Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Die Stimmung im Team ist nach dem Erfolg gegen Cottbus spürbar gelöst, dennoch bleibt der Fokus auf die kommenden Aufgaben gerichtet. Besonders die Auswärtsschwäche, die den Verein bisher in der Saison begleitete, soll nun zeitnah korrigiert werden, um den Aufwärtstrend nachhaltig zu festigen.

Details zum sportlichen Aufschwung

Der Sieg gegen Energie Cottbus war das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der auch individuelle Akteure in den Fokus rückten. Besonders Aleksandar Vukotic zeigte sich in einer turbulenten Partie von zwei Seiten: Nach einem anfänglichen Fehler, der für Unruhe in der Defensive sorgte, bewies er Charakter und erzielte selbst den wichtigen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1. Patric Pfeiffer, der als stabiler Eckpfeiler in der Innenverteidigung fungiert, betonte die Bedeutung dieser Entwicklung. Der 27-Jährige, der im Sommer 2025 an das Böllenfalltor zurückgekehrt ist, stand in allen bisherigen Saisonspielen über die volle Distanz von 90 Minuten auf dem Platz. Er unterstrich, dass das Team derzeit intensiv an einem Grundgerüst arbeitet, das Trainer Florian Kohfeldt für essenziell hält. Die Statistiken der bisherigen Saison zeigen jedoch auch die Herausforderungen: Vor der Länderspielpause mussten die Lilien deutliche Rückschläge hinnehmen, darunter ein 0:3 gegen Kaiserslautern und ein 1:5 gegen Wolfsburg. Diese Ergebnisse verdeutlichen die Schwankungen, denen die Mannschaft derzeit unterworfen ist. Die Arbeit an der defensiven Kompaktheit hat für das Trainerteam oberste Priorität, um gegnerische Torchancen künftig konsequenter zu unterbinden.

Der Weg zur aktuellen Tabellensituation

Der aktuelle Aufwärtstrend ist das Resultat einer intensiven Aufarbeitung der bisherigen Saisonphase. Nach einer schwierigen Anfangsphase, in der die Lilien den Anschluss an das gesicherte Tabellenmittelfeld zu verlieren drohten, war die Länderspielpause ein entscheidender Wendepunkt. Trainer Florian Kohfeldt nutzte die Zeit, um die Mannschaft taktisch neu zu justieren und die Defensive zu stabilisieren. Die Rückkehr von Patric Pfeiffer nach seiner Zeit beim FC Augsburg und verschiedenen Leihstationen hat sich dabei als wertvoll erwiesen. Pfeiffer selbst reflektiert seine Rolle innerhalb des Teams sehr kritisch und betont, dass er durch seine gesammelte Erfahrung nun mehr Verantwortung übernehmen möchte. Die Mannschaft befindet sich in einem Prozess der Festigung, bei dem es gilt, die leichtsinnigen Fehler der Vergangenheit abzustellen. Während die Defensive durch die Arbeit von Pfeiffer und Vukotic an Stabilität gewinnt, bleibt die Offensive eine Baustelle. Die Abgänge von Leistungsträgern wie Isac Lidberg, Fraser Hornby und Kilian Corredor haben eine Lücke hinterlassen, die das Team derzeit durch mannschaftliche Geschlossenheit zu kompensieren versucht. Der Sieg gegen Cottbus war ein erster Schritt, um das Vertrauen in das neue System zu stärken.

Die Akteure und ihre Rollen im Verein

Im Zentrum der aktuellen Entwicklungen steht Trainer Florian Kohfeldt, der die schwierige Aufgabe hat, aus einem neu formierten Kader eine schlagkräftige Einheit zu bilden. Er ist auf Spieler angewiesen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und das taktische Grundgerüst auf dem Platz umzusetzen. Patric Pfeiffer nimmt hierbei eine Schlüsselrolle ein. Mit seiner Erfahrung aus zwei Jahren beim FC Augsburg bringt er die nötige Reife mit, um in kritischen Phasen eines Spiels Ruhe zu bewahren. Er bezeichnet sich selbst als einen Spieler, der die leichtsinnigen Fehler der Jugend hinter sich gelassen hat. Auch Aleksandar Vukotic ist eine zentrale Figur, dessen Spielweise jedoch sinnbildlich für die zwei Gesichter der Lilien steht: Er ist einerseits gefährlich bei Standardsituationen, andererseits aber auch für Momente der Unsicherheit in der Defensive gut. Das Zusammenspiel dieser Akteure wird maßgeblich darüber entscheiden, wie sich der SV Darmstadt 98 im weiteren Saisonverlauf präsentiert. Die sportliche Leitung setzt darauf, dass durch die Integration der erfahrenen Kräfte und die taktische Disziplin die nötige Konstanz erreicht wird, um sich dauerhaft von den Abstiegsrängen fernzuhalten.

Einordnung des sportlichen Trends

Einzuordnen ist der aktuelle Aufwärtstrend der Lilien als ein vorsichtiger, aber wichtiger Fortschritt. Die Berichte verdeutlichen, dass die Mannschaft zwar spielerische Qualitäten besitzt, diese jedoch noch nicht über die gesamte Spieldauer konstant abrufen kann. Der Sieg gegen Cottbus war ein psychologisch wichtiger Erfolg, der den Druck von der Mannschaft nahm. Dennoch mahnt Patric Pfeiffer zur Vorsicht: Der KSC, der nächste Gegner, darf keinesfalls unterschätzt werden, auch wenn die Karlsruher in ihren bisherigen Heimspielen ebenfalls nicht übermäßig erfolgreich waren. Die bisherige Auswärtsbilanz der Darmstädter ist mit drei Niederlagen aus drei Spielen und einem Torverhältnis von 1:9 alarmierend. Dies unterstreicht, dass der Sieg gegen Cottbus erst der Anfang eines langen Weges ist. Die defensive Stabilität, die Kohfeldt einfordert, ist die Grundvoraussetzung, um in der zweiten Liga bestehen zu können. Die Einordnung der Situation zeigt, dass der Verein zwar den Anschluss gefunden hat, aber noch weit davon entfernt ist, eine sorgenfreie Saison zu spielen. Es gilt, die neu gewonnene Sicherheit aus dem Heimspiel nun auch in der Fremde unter Beweis zu stellen.

Offene Fragen und kommende Herausforderungen

Obwohl der Sieg gegen Cottbus einen positiven Ausblick bietet, bleiben einige Fragen unbeantwortet. So ist unklar, wie die Mannschaft reagieren wird, wenn sie erneut in Rückstand gerät, nachdem sie auswärts bisher nur Niederlagen kassiert hat. Die Lücke in der Offensive, die durch die Abgänge von Lidberg, Hornby und Corredor entstanden ist, konnte bisher nur teilweise geschlossen werden. Es bleibt offen, welcher Spieler in den kommenden Wochen als verlässlicher Torjäger in die Bresche springen wird. Auch die Frage nach der langfristigen Konstanz von Aleksandar Vukotic in der Innenverteidigung ist ein Punkt, der das Umfeld beschäftigt. Wie der Verein die Balance zwischen defensiver Stabilität und offensiver Durchschlagskraft finden will, ohne dabei die taktische Ordnung zu gefährden, ist eine der zentralen Herausforderungen. Zudem bleibt abzuwarten, wie sich die Mannschaft in den kommenden Auswärtsspielen präsentiert, da die bisherige Bilanz in der Fremde eine deutliche Sprache spricht. Die kommenden Spieltage werden zeigen, ob der Sieg gegen Cottbus nur ein Strohfeuer war oder ob der SV Darmstadt 98 tatsächlich die nötige Reife besitzt, um sich in der zweiten Liga zu etablieren.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/charmantes-historisches-gebaude-im-winterwunderland-30140190/ · Foto: Arlind D
Quelle: https://www.hessenschau.de/sport/fussball/darmstadt-98/nach-sieg-gegen-cottbus-darmstadt-98-will-auch-auswaerts-aufbluehen-v1,lilien-pfeiffer-116.html