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Nach schwerem Beben: Japan meldet mehrere Tote
Schlagzeilen · 29.07.2026 08:28

Nach schwerem Beben: Japan meldet mehrere Tote

Kurz: Nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,1 auf der japanischen Insel Kyushu suchen Rettungskräfte unter Hochdruck nach Vermissten. Die Zahl der Toten steigt.

Dramatische Rettungsarbeiten nach schwerem Beben

Nach dem schweren Erdbeben, das am späten Dienstagnachmittag den Südwesten Japans erschütterte, konzentrieren sich die Rettungsbemühungen derzeit auf die Suche nach Vermissten. Die japanische Ministerpräsidentin Sanae Takaichi betonte die Dringlichkeit der Lage: Da weiterhin Menschen auf Rettung warten, laufe die Zeit gegen die Einsatzkräfte. Die Behörden bestätigten bislang 13 Todesopfer, befürchten jedoch, dass diese Zahl in den kommenden Stunden und Tagen weiter ansteigen könnte.

Das Beben erreichte eine Stärke von 7,1 auf der Momenten-Magnituden-Skala und traf vor allem die Region Kumamoto auf der südlichen Hauptinsel Kyushu. Neben den direkten Auswirkungen der Erdstöße führten zahlreiche Nachbeben zu weiteren Komplikationen in den betroffenen Gebieten.

Explosion in Einkaufszentrum und weitere Schäden

Besonders kritisch ist die Situation in einem Einkaufszentrum, das infolge des Bebens teilweise einstürzte. Nach Angaben des japanischen Senders NHK kam es dort zu einer verheerenden Explosion, die vermutlich durch ein Gasleck ausgelöst wurde. Rettungskräfte konnten in der Nacht zwei Frauen nur noch tot bergen. Die Polizei geht davon aus, dass weitere Angestellte unter den Trümmern verschüttet sind; über die Anzahl möglicherweise betroffener Kunden herrscht derzeit noch Unklarheit.

Auch an anderen Orten hinterließ das Beben schwere Spuren:

* **Industrieanlagen:** In einer Papierfabrik stürzte ein Schornstein ein, was zur Verschüttung mehrerer Personen führte. Zwei Tote konnten bereits geborgen werden.

* **Infrastruktur:** Am Bahnhof Yatsushiro entgleiste ein Zug und kippte zur Seite. Zudem musste der Flugbetrieb am Flughafen Aso Kumamoto aufgrund einer gesperrten Start- und Landebahn unterbrochen werden.

* **Kulturgüter:** Die historische Burg Kumamoto, die bereits bei einem schweren Beben im Jahr 2016 in Mitleidenschaft gezogen wurde und sich aktuell in der Restaurierung befindet, erlitt erneut Schäden an ihren Steinmauern.

Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft

Die Zerstörungen sind laut offiziellen Angaben umfangreich. Mehr als 9.000 Menschen mussten die Nacht zum Mittwoch in Notunterkünften verbringen. Zahlreiche Verletzte werden in Krankenhäusern versorgt.

Auch die wirtschaftliche Aktivität auf Kyushu war unmittelbar betroffen. Viele große Unternehmen in der Region stoppten am Dienstag vorübergehend ihre Produktion. Während einige Betriebe planten, den Betrieb bereits am Mittwoch wieder aufzunehmen, bleibt die allgemeine Lage angespannt. Die Behörden haben die Bevölkerung eindringlich vor weiteren starken Erschütterungen gewarnt, die in den kommenden Tagen in der Region auftreten könnten.

Obwohl die anfängliche Tsunamiwarnung bereits wieder aufgehoben werden konnte, bleibt die Situation in Kumamoto aufgrund der instabilen Gebäudestrukturen und der anhaltenden Nachbebengefahr prekär. Die Priorität der Regierung liegt weiterhin auf der Bergung Verschütteter und der medizinischen Versorgung der Verletzten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/frau-im-weissen-und-schwarzen-hemd-das-smartphone-neben-mann-im-grunen-rundhals-hemd-halt-6149704/ · Foto: RDNE Stock project
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/japan-erdbeben-kyushu-tote-explosion-einkaufszentrum-100.html