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Kritische Schwachstelle in JetBrains TeamCity entdeckt
Technik · 29.07.2026 11:13

Kritische Schwachstelle in JetBrains TeamCity entdeckt

Kurz: JetBrains hat eine kritische Sicherheitslücke in TeamCity geschlossen. Administratoren von On-Premises-Servern sollten umgehend handeln, um Angriffe zu verhinde

Schwachstelle im TeamCity-Protokoll entdeckt

Der Softwarehersteller JetBrains hat eine schwerwiegende Sicherheitslücke in seinem CI/CD-Server TeamCity identifiziert und behoben. Die Schwachstelle, die unter der Kennung CVE-2026-63077 geführt wird, betrifft das sogenannte „Agent Polling Protocol“. Mit einem CVSS-Score von 9,8 von 10 möglichen Punkten stuft der Hersteller das Risiko als kritisch ein. Betroffen sind ausschließlich On-Premises-Installationen der Software; Kunden, die die Cloud-Variante von TeamCity nutzen, sind von dieser Bedrohung nicht betroffen und müssen keine Maßnahmen ergreifen.

Risiken bei erfolgreicher Ausnutzung

Die Sicherheitslücke ermöglicht es Angreifern, die Authentifizierungsmechanismen der Plattform vollständig zu umgehen. Gelingt der Zugriff, können Schadakteure beliebige Befehle auf dem zugrunde liegenden Betriebssystem des Servers ausführen. Die Auswirkungen eines solchen Angriffs hängen maßgeblich von den Rechten ab, mit denen der Serverprozess betrieben wird. Im schlimmsten Fall können Angreifer sensible Daten auslesen, Konfigurationen manipulieren oder gespeicherte Zugangsdaten entwenden, was die gesamte CI/CD-Pipeline kompromittieren kann.

Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe durch JetBrains lagen keine Berichte über aktive Ausnutzungsversuche der Schwachstelle vor. Dennoch ist aufgrund der hohen Kritikalität eine schnelle Reaktion seitens der IT-Verantwortlichen geboten.

Empfohlene Maßnahmen und Updates

Um die Sicherheitslücke zu schließen, hat JetBrains aktualisierte Serverversionen bereitgestellt. Administratoren sollten ihre Systeme zeitnah auf die Versionen 2025.11.7 oder 2026.1.3 aktualisieren. Diese Updates können sowohl manuell als auch über die integrierte automatische Update-Funktion von TeamCity eingespielt werden. Für ältere Installationen ab der Version 2017.1 bietet der Hersteller zudem ein spezielles Sicherheitspatch-Plugin an.

Zusätzliche Schutzvorkehrungen für die Infrastruktur

Über die reine Softwareaktualisierung hinaus empfiehlt JetBrains weitere Best Practices, um die Angriffsfläche für zukünftige Bedrohungen zu minimieren:

* **Netzwerksegmentierung:** Der Zugriff auf On-Premises-Server sollte strikt auf vertrauenswürdige Netzwerke beschränkt werden.

* **Rechte-Minimierung:** Serverprozesse sollten stets mit den minimal erforderlichen Betriebssystemrechten ausgeführt werden.

* **Physische oder logische Trennung:** Es wird empfohlen, TeamCity-Server auf dedizierten Hosts zu betreiben, die von den Build-Agenten getrennt sind.

Hintergrund und Einordnung

In der Vergangenheit war die On-Premises-Variante von TeamCity wiederholt Ziel von Sicherheitsforschern und Angreifern. Die hohe Komplexität von Build- und Deployment-Servern macht diese zu attraktiven Zielen, da sie oft tief in die Infrastruktur von Entwicklungsabteilungen integriert sind. Die aktuelle Meldung reiht sich in eine Serie von Sicherheitsereignissen ein, bei denen Schwachstellen in CI/CD-Tools (wie etwa CVE-2024-23917 oder CVE-2024-27199) aufgedeckt wurden. Die kontinuierliche Überwachung und zeitnahe Installation von Sicherheitsupdates bleiben daher essenzielle Bestandteile der IT-Sicherheitsstrategie für Unternehmen, die ihre Build-Umgebungen selbst hosten.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/34804011/ · Foto: Daniil Komov
Quelle: https://www.heise.de/news/Kritische-Schwachstelle-in-JetBrains-TeamCity-entdeckt-11381504.html?wt_mc=rss.red.ho.ho.atom.beitrag.beitrag