Rückschlag für deutsche Wasserspringer bei der EM in Paris
Bei den Europameisterschaften im Wasserspringen im Centre Aquatique Olympique in Paris blieb das deutsche Team in mehreren Disziplinen ohne Edelmetall. Trotz ambitionierter Leistungen reichte es für die Athleten am Ende nicht für einen Platz auf dem Treppchen. Besonders im Synchronspringen vom 10-Meter-Turm sowie im Einzel vom 3-Meter-Brett mussten die deutschen Starter mit dem fünften Rang vorliebnehmen.
Synchronspringen: Vom Silberkurs auf Platz fünf
Das Duo Luis Avila Sanchez und Jaden Eikermann startete vielversprechend in den Wettbewerb vom 10-Meter-Turm. Zur Halbzeit des Finales, nach drei von sechs Sprüngen, befanden sich die beiden 20- und 21-jährigen Athleten noch auf dem zweiten Platz und damit klar auf Medaillenkurs. Ein Fehler im vierten Durchgang veränderte jedoch die Dynamik des Wettkampfs und warf das Paar im Klassement zurück.
Am Ende standen 392,43 Punkte zu Buche, was den fünften Platz bedeutete. Avila Sanchez äußerte sich nach dem Wettkampf dennoch gefasst. Er betonte, dass es sich um das erste internationale Zeigen dieser Sprungserie gehandelt habe. Der missglückte vierte Durchgang sei zwar ärgerlich, doch könne das Duo stolz auf die gezeigte Leistung sein. Den EM-Titel sicherten sich die unter neutraler Flagge startenden Nikita Schleicher und Ruslan Ternowoi, gefolgt von den italienischen und ukrainischen Vertretern.
Lena Hentschel und Jette Müller im Einzel-Finale
Auch im Einzelspringen vom 3-Meter-Brett blieb das erhoffte Edelmetall für das deutsche Team aus. Lena Hentschel, die bereits zwei Tage zuvor im Mixed-Synchron-Wettbewerb Bronze gewonnen hatte, erreichte im Finale 297,65 Punkte. Damit landete die Berlinerin auf dem fünften Platz, wobei ihr ein Rückstand von rund 15 Zählern zum Podest fehlte. Ihre Teamkollegin Jette Müller aus Dresden belegte mit 287,00 Punkten den sechsten Rang.
Die Konkurrenz war in diesem Wettbewerb stark: Der Sieg ging an die Italienerin Chiara Pellacani, die bereits zuvor den Titel vom 1-Meter-Brett gewonnen hatte. Die Britin Yasmin Harper und die Russin Nadeschda Trifonowa komplettierten das Podium.
Erfolg in anderen Disziplinen als Lichtblick
Obwohl die genannten Athleten das Podest verpassten, verlief der Abend für das deutsche Aufgebot insgesamt nicht ohne Erfolge. Insbesondere der Sieg von Lou Massenberg und Jonathan Schauer im Synchronspringen vom 3-Meter-Brett sorgte für einen positiven Abschluss. Zudem konnte Klara Bleyer in der technischen Kür eine Bronzemedaille für die deutsche Mannschaft sichern.
Die Ergebnisse verdeutlichen das hohe Niveau der europäischen Konkurrenz im Centre Aquatique Olympique, dem Austragungsort der vergangenen Olympischen Spiele. Für die deutschen Athleten gilt es nun, die Erfahrungen aus den Fehlern der Finaldurchgänge in die kommenden Vorbereitungen einfließen zu lassen, um bei zukünftigen internationalen Vergleichen wieder konstanter um die Medaillen mitspringen zu können.