News aus aller Welt
Start
Hunderte Menschen nach Vulkanausbruch in Guatemala evakuiert
Technik · 05.08.2026 05:14

Hunderte Menschen nach Vulkanausbruch in Guatemala evakuiert

Kurz: Nach einem heftigen Ausbruch des Feuervulkans in Guatemala wurden über 1.400 Menschen evakuiert. Behörden riefen die höchste Alarmstufe für drei Regionen aus.

Dramatische Lage am Volcán de Fuego

In Guatemala hat der Volcán de Fuego, einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas, erneut eine massive Eruption verzeichnet. Der nationale Katastrophenschutz Conred meldete eine gewaltige Säule aus Asche, Gasen und Lavafragmenten, die bis zu fünf Kilometer in die Atmosphäre aufstieg. Aufgrund der unmittelbaren Gefahr für die umliegende Bevölkerung haben die Behörden für drei Verwaltungsbezirke – Escuintla, Chimaltenango und Suchitepéquez – die höchste Alarmstufe Rot ausgerufen.

Umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen

Die Auswirkungen des Ausbruchs erfordern schnelle staatliche Eingriffe. Nach Angaben der Leiterin von Conred, Claudinne Ogaldes, wurden bereits mehr als 1.400 Menschen aus den am stärksten gefährdeten Dörfern in der Nähe des Vulkans in Sicherheit gebracht. Viele der Betroffenen haben in provisorischen Notunterkünften Zuflucht gesucht. Insgesamt sind nach Einschätzung der Behörden rund 29.000 Menschen von den Folgen der Eruption betroffen, insbesondere durch den anhaltenden Ascheregen.

Beeinträchtigungen im Alltag und Flugverkehr

Die Aschewolken ziehen derzeit etwa 120 Kilometer in westliche und nordwestliche Richtung. Diese meteorologische Entwicklung führt nicht nur zu Einschränkungen im öffentlichen Leben, wie etwa der Absage des Schulunterrichts, sondern könnte auch den regionalen Flugverkehr in den betroffenen Verwaltungsbezirken massiv beeinträchtigen. Die Behörden beobachten die Ausbreitung der Aschepartikel kontinuierlich, um bei Bedarf weitere Maßnahmen zum Schutz der Zivilluftfahrt einzuleiten.

Zwischenfall am Nachbarvulkan

Ein besonderes Problem stellt das Verhalten von Schaulustigen dar. Trotz bestehender Verbote versuchten Touristen, den benachbarten Vulkan Acatenango zu besteigen, um das Naturschauspiel aus nächster Nähe zu beobachten und Aufnahmen für soziale Netzwerke zu erstellen. Die Nationale Zivilpolizei sah sich gezwungen, den Zugang zum Acatenango vollständig zu sperren, um die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit nicht zu behindern.

Hintergrund und historischer Kontext

Der knapp 3.800 Meter hohe Feuervulkan ist für seine regelmäßige Aktivität bekannt. Bereits im vergangenen Jahr kam es zu zwei größeren Ausbrüchen. Die Erinnerung an die verheerende Eruption des Jahres 2018, bei der etwa 200 Menschen ihr Leben verloren, prägt den Umgang der Behörden mit der aktuellen Situation. Die schnelle Reaktion des Katastrophenschutzes unterstreicht die Bemühungen, die Risiken für die Anwohner durch proaktive Evakuierungen und strikte Zugangsbeschränkungen zu minimieren. Wie sich die vulkanische Aktivität in den kommenden Tagen entwickeln wird, bleibt abzuwarten; die Sicherheitsbehörden halten die Alarmbereitschaft in den betroffenen Regionen vorerst aufrecht.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/himmel-sonnenuntergang-wolken-silhouette-25652951/ · Foto: Diego Girón
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/guatemala-vulkan-ausbruch-100.html