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Hitzewelle in Hessen erreicht Höhepunkt - Bis 40 Grad, Sturmböen und Gewitter
Regional · 30.07.2026 08:03

Hitzewelle in Hessen erreicht Höhepunkt - Bis 40 Grad, Sturmböen und Gewitter

Kurz: Hessen steht vor einem extremen Wettertag: Temperaturen bis 40 Grad treffen auf schwere Gewitter und Sturmböen. Eine Einordnung der aktuellen Lage.

Extreme Hitze und Unwettergefahr in Hessen

Die aktuelle Wetterlage in Hessen erreicht am Donnerstag ihren kritischen Höhepunkt. Meteorologen warnen vor einer Kombination aus extremer Hitze und gefährlichen Begleiterscheinungen. Während die Temperaturen in Südhessen, insbesondere entlang des Rheins und an der Bergstraße, auf bis zu 40 Grad klettern können, bleibt es auch im Norden des Bundeslandes mit Werten bis zu 36 Grad hochsommerlich heiß.

Verantwortlich für diesen Temperaturanstieg ist eine Südwest-Strömung, die heiße Luftmassen aus Nordafrika und Spanien direkt nach Hessen transportiert. Wie bereits bei vorangegangenen Wetterereignissen hat sich erneut eine sogenannte Hitzeglocke über Süddeutschland und Teile Hessens gelegt, die für den Wärmestau sorgt.

Unwetterpotenzial: Sturmböen und Gewitter

Der Donnerstag bringt jedoch nicht nur Sonne, sondern auch ein erhöhtes Unwetterrisiko. Nach einem sonnigen Vormittag und frühen Nachmittag ziehen voraussichtlich Gewitter auf, die lokal mit heftigen Sturmböen einhergehen können. Nach Angaben der Wetterexperten des Hessischen Rundfunks sind Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde möglich.

Besonders kritisch: Es können auch sogenannte trockene Sturmböen auftreten, die ohne begleitende Niederschläge über das Land fegen. Nach Einschätzung der Meteorologen ist von diesen Böen vor allem Nordhessen betroffen.

Entspannung zum Wochenende

Die extreme Hitzephase ist zeitlich begrenzt. Bereits ab Freitag sinken die Höchstwerte auf ein Niveau zwischen 27 und 34 Grad. Dennoch bleibt die Situation belastend, da die Luft zunehmend schwül wird. Eine spürbare Abkühlung wird für das Wochenende erwartet, wenn kühlere Luftmassen insbesondere den Norden Hessens erreichen. Dort dürften die Temperaturen voraussichtlich wieder unter die 30-Grad-Marke fallen, während sich die Werte im Süden auf diesem Niveau einpendeln.

Auswirkungen auf Natur und Landwirtschaft

Die anhaltende Wetterlage verschärft die bereits bestehende Trockenheit im Land. Der Regenmangel führt zu ausgetrockneten Böden und sinkenden Pegelständen in den hessischen Gewässern. Diese Entwicklung hat weitreichende Konsequenzen:

* **Waldbrandgefahr:** Der Deutsche Wetterdienst stuft die Gefahr für Wälder in weiten Teilen Hessens als hoch ein. An vielen Messstationen gilt bereits die Gefahrenstufe vier, im Rhein-Main-Gebiet wurde teilweise sogar die höchste Stufe fünf erreicht.

* **Wasserressourcen:** Aufgrund der kritischen Lage haben zahlreiche Kommunen bereits Verbote für die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen erlassen.

* **Landwirtschaft:** Die anhaltende Hitze und Trockenheit schüren Sorgen vor erheblichen Ernteeinbußen.

Einordnung der sommerlichen Wetterbilanz

Obwohl die aktuellen Temperaturen extrem sind, erreichen sie nach aktuellem Stand nicht die Rekordwerte vom 27. Juni, als in Bad Nauheim 41,3 Grad gemessen wurden. Dennoch bestätigt sich der Trend eines überdurchschnittlich warmen Sommers. Bereits der Juni lag 3,3 Grad über dem langjährigen Mittel der Jahre 1991 bis 2020, und auch der Juli liegt bislang rund 1,2 Grad über dem Durchschnitt. Meteorologen weisen darauf hin, dass die statistisch heißesten Tage des Jahres in den Zeitraum zwischen dem 20. Juli und dem 20. August fallen, weshalb eine weitere Zuspitzung der Gesamtsituation im weiteren Verlauf des Sommers nicht ausgeschlossen werden kann.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/sonnig-kirche-deutschland-burgersteig-25212899/ · Foto: Wolfgang Weiser
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/regional/hessen/hr-hitzewelle-in-hessen-erreicht-hoehepunkt-40-grad-marke-wackelt-100.html