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Groß-Gerau: Älteres Ehepaar in Wohnung bestohlen / Polizei sucht Zeugen
Regional · 05.10.2026 08:13

Groß-Gerau: Älteres Ehepaar in Wohnung bestohlen / Polizei sucht Zeugen

Kurz: In Groß-Gerau wurde ein älteres Ehepaar Opfer eines dreisten Diebstahls. Ein Unbekannter verschaffte sich unter einem Vorwand Zutritt und entwendete Schmuck.

Ein perfider Diebstahl in der Mühlstraße

Ein erschütternder Vorfall hat sich am vergangenen Freitag, dem 2. Oktober, in der Kreisstadt Groß-Gerau ereignet. Wie das Polizeipräsidium Südhessen am darauffolgenden Montagmorgen mitteilte, wurde ein hochbetagtes Ehepaar in den eigenen vier Wänden Opfer eines kriminellen Übergriffs. Ein bislang unbekannter Täter verschaffte sich gegen 19 Uhr am Abend Zutritt zu der Wohnung in der Mühlstraße. Unter dem Vorwand, ein Handwerker zu sein, gelang es dem Kriminellen, das Vertrauen der Bewohner zu erschleichen. Der 89-jährige Mann und seine 87-jährige Ehefrau ließen den Fremden in gutem Glauben in ihre privaten Räumlichkeiten ein. Diese Situation nutzte der Täter gezielt aus, um sich unbemerkt an den Wertsachen der Senioren zu vergreifen. Nachdem er mehrere Schmuckstücke an sich gebracht hatte, ergriff der Unbekannte die Flucht. Als das Ehepaar den Diebstahl bemerkte, war der Täter bereits über alle Berge. Die sofort verständigten Polizeibeamten konnten bei ihrem Eintreffen keine Spur mehr von dem falschen Handwerker finden, was eine sofortige Fahndung einleitete.

Details zum Tathergang und die polizeiliche Suche

Die Ermittlungen zu dem Vorfall in der Mühlstraße werden derzeit von der Kriminalpolizei geführt, die mit Nachdruck nach dem unbekannten Täter sucht. Der Tatzeitpunkt wird präzise auf den Freitagabend gegen 19 Uhr eingegrenzt. Die Vorgehensweise des Täters ist durch eine gezielte Täuschung gekennzeichnet, indem er sich als Handwerker ausgab, um den Zugang zur Wohnung des 89-jährigen Mannes und seiner 87-jährigen Frau zu erlangen. Über die genaue Art oder den Wert der entwendeten Schmuckstücke liegen derzeit keine detaillierten Angaben vor, jedoch ist der Verlust für die Betroffenen zweifellos schwerwiegend. Die Polizei in Rüsselsheim, genauer gesagt das Kommissariat 20, hat die Federführung in diesem Fall übernommen. Um den Täter schnellstmöglich identifizieren und fassen zu können, sind die Beamten auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen. Zeugen, die am Freitagabend in der Mühlstraße oder im direkten Umfeld verdächtige Beobachtungen gemacht haben, die mit dem Auftreten eines angeblichen Handwerkers in Verbindung stehen könnten, werden dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 06142/696-0 mit der zuständigen Dienststelle in Rüsselsheim in Verbindung zu setzen.

Hintergrund und die Masche der Täter

Der Vorfall in Groß-Gerau reiht sich in eine bekannte Serie von Betrugs- und Diebstahlsdelikten ein, bei denen Kriminelle gezielt die Hilfsbereitschaft und das Vertrauen älterer Menschen ausnutzen. Die Masche des „falschen Handwerkers“ ist ein klassisches Vorgehen, bei dem Täter versuchen, durch das Vortäuschen einer legitimen Tätigkeit, etwa für Wartungsarbeiten oder dringende Reparaturen, in den privaten Wohnbereich einzudringen. In diesem speziellen Fall in der Mühlstraße gelang es dem Täter, die Situation so zu manipulieren, dass das Ehepaar keinen Verdacht schöpfte. Die Polizei warnt regelmäßig vor solchen Methoden und rät dazu, fremde Personen niemals unbedacht in die Wohnung zu lassen, insbesondere dann nicht, wenn kein Termin vereinbart wurde oder kein konkreter Auftrag vorliegt. Dass der Täter den Abend wählte, könnte ein Hinweis auf eine geplante Vorgehensweise sein, um die Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft zu minimieren oder die Dunkelheit für ein unbemerktes Entkommen zu nutzen. Die Ermittler prüfen nun, ob der Täter möglicherweise bereits im Vorfeld die Umgebung ausgespäht haben könnte, um sein Opfer gezielt auszuwählen.

Die Beteiligten und die polizeiliche Ermittlungsarbeit

Im Zentrum dieses Vorfalls stehen die beiden betroffenen Senioren im Alter von 87 und 89 Jahren, die durch den Diebstahl in ihrer Privatsphäre tiefgreifend verletzt wurden. Auf der Seite der Strafverfolgungsbehörden ist das Polizeipräsidium Südhessen mit der Aufarbeitung des Falls betraut. Die Pressestelle des Präsidiums, vertreten durch Stefan Launhardt, fungiert hierbei als zentrale Anlaufstelle für die Kommunikation nach außen. Die Kriminalpolizei in Rüsselsheim ist die zuständige Institution, die nun die Ermittlungsarbeit leistet. Dabei geht es nicht nur um die Spurensicherung vor Ort, sondern auch um die Auswertung von Zeugenaussagen und die Prüfung möglicher Zusammenhänge mit anderen Straftaten in der Region. Die Polizei betont die Wichtigkeit der Zeugenhinweise, da diese oft entscheidend für den Erfolg der Ermittlungen sind. Die Kommunikation der Polizei erfolgt dabei transparent, um die Öffentlichkeit zu warnen und gleichzeitig die Unterstützung der Bürger zu mobilisieren, um den Täter möglichst zeitnah zur Rechenschaft ziehen zu können.

Einordnung und offene Fragen

Einzuordnen ist dieser Vorfall als ein gezielter Angriff auf die Sicherheit von Senioren. Den Berichten zufolge handelte der Täter mit einer gewissen Routine, was darauf hindeutet, dass er möglicherweise über Erfahrung mit dieser Art der Täuschung verfügt. Die Polizei bewertet solche Taten als besonders perfide, da sie das Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden massiv beeinträchtigen. Trotz der polizeilichen Ermittlungen bleiben jedoch zahlreiche Fragen offen. So ist bisher nicht bekannt, ob der Täter alleine agierte oder ob er möglicherweise Komplizen hatte, die in der Nähe Schmiere standen oder den Fluchtwagen steuerten. Auch ist unklar, ob der Täter eine spezielle Kleidung trug, um seine Rolle als Handwerker glaubhaft zu untermauern, oder ob er lediglich durch sein Auftreten überzeugte. Zudem gibt es keine Informationen darüber, ob der Täter bereits in der Vergangenheit in der Mühlstraße oder in anderen Teilen von Groß-Gerau in Erscheinung getreten ist. Auch die genaue Beschreibung des Täters fehlt in der bisherigen öffentlichen Mitteilung, was die Identifizierung für Zeugen erschwert. Diese Lücken in der Informationslage zeigen, wie schwierig die Ermittlungen in solchen Fällen zu Beginn sind, da der Täter keine direkten Spuren hinterlassen hat, die sofort zu einer Festnahme führen könnten.

Wie es weitergeht

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Der nächste Schritt ist die Auswertung aller Hinweise, die bei der Dienststelle in Rüsselsheim unter der genannten Telefonnummer eingehen. Sollten sich Zeugen melden, die den Täter gesehen oder verdächtige Fahrzeuge in der Mühlstraße bemerkt haben, könnten diese Informationen entscheidend für die Erstellung eines Phantombildes oder die Identifizierung des Täters sein. Die Polizei wird zudem prüfen, ob in der Umgebung Überwachungskameras installiert sind, deren Aufzeichnungen möglicherweise den Täter bei seiner Ankunft oder Flucht zeigen könnten. Ein konkreter Termin für weitere Presseinformationen wurde nicht genannt; die Polizei wird jedoch voraussichtlich berichten, sobald es neue Erkenntnisse gibt, die für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind. Bis dahin bleibt das Ziel der Behörden, den Täter zu finden und weitere derartige Taten zu verhindern, indem die Bevölkerung für die Gefahren durch falsche Handwerker sensibilisiert wird.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/nahaufnahme-der-lichtleiste-eines-polnischen-polizeiautos-28490891/ · Foto: SHOX ART
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/4969/6364565