Was geschehen ist – die Kernmeldung
Die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) des Gesundheitsamtes Region Kassel sowie die Volkshochschule (vhs) Region Kassel haben gemeinsam eine öffentliche Informationsveranstaltung angekündigt. Unter dem Titel „Lip- und Lymphödeme – erkennen, behandeln, damit leben“ findet am Dienstag, den 20. Oktober 2026, ein Themenabend statt, der sich intensiv mit den medizinischen und persönlichen Aspekten dieser chronischen Erkrankungen auseinandersetzt. Der Veranstaltungsort ist das Foyer des Kreishauses in der Wilhelmshöher Allee 19–21 in Kassel. Die Veranstaltung ist Teil der bewährten Reihe „Gesundheit im Gespräch“. Ziel des Abends ist es, den Teilnehmenden fundiertes Wissen über die Symptome, die Abgrenzung der Krankheitsbilder sowie die verschiedenen therapeutischen Ansätze zu vermitteln. Da Lip- und Lymphödeme den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen oft massiv einschränken, soll durch die Veranstaltung eine Plattform geschaffen werden, die nicht nur medizinisches Fachwissen bietet, sondern auch den Austausch zwischen Experten und den von der Erkrankung betroffenen Menschen fördert. Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenfrei, wobei ein besonderer Fokus auf Barrierefreiheit und einer breiten Zugänglichkeit durch digitale Formate liegt.
Die Einzelheiten – Fakten, Namen und Termine
Die Veranstaltung findet am 20. Oktober 2026 im Zeitraum von 18.30 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Im Mittelpunkt steht ein Podiumsgespräch, das verschiedene Perspektiven auf die Erkrankungen vereint. Zu den geladenen Experten gehört Cenk Cetegen, der als Leitender Oberarzt bei den AGAPLESION Diakonie Kliniken Kassel tätig ist. Er wird die medizinische Sichtweise auf die Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten erläutern. Unterstützt wird er durch Christine Umbach, eine Physiotherapeutin, die zudem als Fachkraft für lymphatische Kompressionsversorgung im Sanitätshaus Medicus spezialisiert ist. Ihre Expertise ergänzt das Spektrum um die therapeutische Versorgung. Zusätzlich wird eine Vertreterin der Selbsthilfegruppe Lily-Belles anwesend sein, um die persönliche Perspektive und den Alltag mit der Diagnose in die Diskussion einzubringen. Die Themenpalette umfasst dabei zentrale Säulen der Behandlung: Kompression, Lymphdrainage, Bewegung und Ernährung sowie operative Verfahren. Um die Veranstaltung barrierearm zu gestalten, werden Gebärdensprachdolmetschende vor Ort sein. Wer nicht persönlich im Kreishaus erscheinen kann, hat die Möglichkeit, den Abend live über den Instagram-Kanal der Volkshochschule Region Kassel zu verfolgen. Fragen können bereits vorab per E-Mail an gig@kassel.de eingereicht werden, um sie in den Ablauf zu integrieren.
Hintergrund – Die Entstehung der Reihe
Die Informationsveranstaltung ist eingebettet in die Gesprächsreihe „Gesundheit im Gespräch“, die von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) in enger Kooperation mit der Volkshochschule Region Kassel organisiert wird. Diese Initiative verfolgt das Ziel, das Thema Gesundheit als einen zentralen und essenziellen Lebensbereich in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu rücken. Die Veranstalter betonen, dass es wichtig sei, Gesundheit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit zu betrachten, sondern als ein Feld, das ständige Aufmerksamkeit und Information erfordert. Durch die Vielfalt der behandelten Themenfelder bietet die Reihe regelmäßig Einblicke in aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Prävention, Diagnostik und Therapie. Die Reihe ist fest im Veranstaltungskalender der Region verankert und findet etwa fünf bis sechs Mal pro Jahr statt. Dabei wird bewusst auf wechselnde Formate und unterschiedliche Orte in der gesamten Region Kassel gesetzt, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen und verschiedene Bevölkerungsgruppen anzusprechen. Die Grundphilosophie der Reihe ist dabei stets der kostenlose Zugang zu Wissen, um Barrieren beim Informationszugang abzubauen und den Dialog zwischen Fachleuten und Laien zu fördern.
Die Beteiligten – Akteure und Perspektiven
Die Organisation liegt in den Händen der KISS, einer Einrichtung des Gesundheitsamtes Region Kassel, sowie der Volkshochschule Region Kassel. Diese Institutionen fungieren als Schnittstelle zwischen medizinischer Versorgung und der Bevölkerung. Auf dem Podium treffen drei unterschiedliche Blickwinkel aufeinander: Die medizinische Expertise wird durch Cenk Cetegen von den AGAPLESION Diakonie Kliniken Kassel repräsentiert, der für die klinische Einordnung der Ödeme zuständig ist. Die therapeutische Komponente, die für den täglichen Umgang mit der Krankheit entscheidend ist, deckt Christine Umbach vom Sanitätshaus Medicus ab. Sie bringt ihre Erfahrung in der Kompressionsversorgung ein. Die dritte Säule bildet die Selbsthilfe, vertreten durch eine Aktive der Gruppe Lily-Belles. Diese Kombination stellt sicher, dass sowohl die wissenschaftliche Fundierung als auch die praktische Anwendung und die lebensweltliche Erfahrung der Betroffenen gleichermaßen Gehör finden. Das Publikum ist dabei ausdrücklich dazu eingeladen, sich aktiv zu beteiligen, eigene Erfahrungen zu teilen und Fragen zu stellen, was den interaktiven Charakter der Veranstaltung unterstreicht.
Einordnung – Bedeutung der Veranstaltung
Einzuordnen ist diese Veranstaltung als ein wichtiges Angebot zur Gesundheitsbildung in der Region Kassel. Den Berichten zufolge leiden Betroffene oft unter der Unklarheit, welche Ursachen hinter Schwellungen und Schmerzen in den Beinen stecken. Die Unterscheidung zwischen Lip- und Lymphödemen ist medizinisch komplex, aber für die Wahl der richtigen Therapie entscheidend. Durch die Zusammenführung von Experten aus Klinik, Physiotherapie und Selbsthilfe wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der über rein medizinische Fakten hinausgeht. Die explizite Einladung an das Publikum, Fragen zu stellen, deutet darauf hin, dass die Veranstalter den Bedarf an niedrigschwelliger Aufklärung erkannt haben. Dass die Veranstaltung zudem barrierefrei für Gehörlose und digital über soziale Medien zugänglich gemacht wird, zeigt den Anspruch, eine breite Teilhabe zu ermöglichen. Die Veranstaltungsreihe leistet damit einen Beitrag zur Gesundheitskompetenz, indem sie komplexe medizinische Zusammenhänge in eine verständliche Sprache übersetzt und den Betroffenen hilft, informierte Entscheidungen über ihren eigenen Lebensstil und ihre medizinische Versorgung zu treffen.
Offene Fragen – Was der Text nicht beantwortet
Obwohl die Ankündigung detailliert über die Beteiligten und den Ablauf informiert, bleiben einige Aspekte offen. Der Text macht keine Angaben dazu, wie hoch die Kapazitätsgrenze für die Präsenzveranstaltung im Foyer des Kreishauses ist oder ob eine vorherige Anmeldung für die Teilnahme vor Ort erforderlich ist. Auch wird nicht konkretisiert, ob neben der Instagram-Übertragung eine spätere Aufzeichnung der Veranstaltung zur Verfügung stehen wird, was für Interessierte, die zum Termin verhindert sind, von Bedeutung wäre. Zudem wird nicht erläutert, wie genau die Auswahl der medizinischen Themen in der Reihe „Gesundheit im Gespräch“ erfolgt und ob es für die spezifische Gruppe der Lip- und Lymphödem-Betroffenen über diesen einen Abend hinausgehende, weiterführende Angebote oder eine dauerhafte Unterstützung durch die beteiligten Institutionen gibt. Auch die genauen Kriterien für die Unterscheidung der Ödeme, die im Rahmen des Abends erklärt werden sollen, werden im Vorfeld nicht vorweggenommen, was den Informationsgehalt des Abends selbst als primäre Quelle für diese medizinischen Details belässt.
Wie es weitergeht – Ausblick und Informationen
Die unmittelbaren nächsten Schritte für Interessierte bestehen in der Vormerkung des Termins am 20. Oktober 2026 sowie der Möglichkeit, Fragen vorab per E-Mail an die Adresse gig@kassel.de zu senden. Diese Fragen werden gesammelt und in den Ablauf des Podiumsgesprächs integriert. Für alle, die sich weitergehend über die Reihe „Gesundheit im Gespräch“ informieren möchten, verweisen die Veranstalter auf die Webseite www.kassel.de/gig. Dort finden sich aktuelle Informationen zu den kommenden Terminen und weiteren Themenfeldern der Reihe. Da die Veranstaltung Teil eines kontinuierlichen Angebots ist, das fünf bis sechs Mal jährlich stattfindet, ist davon auszugehen, dass nach dem Oktober-Termin weitere Veranstaltungen zu anderen Gesundheitsthemen folgen werden. Die Organisatoren rufen zudem dazu auf, die Information über den Termin in der Region weiterzuverbreiten, um möglichst viele Menschen zu erreichen, die von den Inhalten profitieren könnten. Die Kombination aus Präsenzveranstaltung, Gebärdensprachdolmetschung und digitalem Livestream bildet dabei das Modell, nach dem die Veranstalter auch in Zukunft den Zugang zu Gesundheitsinformationen gestalten wollen.