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Gestrandet am Golf: So geht es deutschen Touristen in Dubai
Politik · 02.03.2026 14:40

Gestrandet am Golf: So geht es deutschen Touristen in Dubai

Kurz: Deutsche Touristen in Dubai sitzen nach iranischen Angriffen fest. Die Lage ist angespannt und Rückflüge unmöglich.

Deutsche Touristen in Dubai: Festgehalten durch Konflikte im Nahen Osten

Aktuelle Lage in der Golfregion

Tausende Urlauber, darunter viele Deutsche, sind derzeit in der Golfregion gefangen, nachdem es zu Raketenangriffen aus dem Iran gekommen ist. Diese Angriffe haben den Flugverkehr in den Vereinigten Arabischen Emiraten stark beeinträchtigt. Besonders betroffen ist die Metropole Dubai, die normalerweise für ihre Sicherheit und touristische Anziehungskraft bekannt ist.

Erschütterte Urlaubspläne

Das Ehepaar Kerstin Münch und Werner Stroemberg wollte in Dubai entspannte Tage verbringen, doch nun sitzen sie in ihrem Hotel fest. Ihr Sohn in Deutschland teilt ihnen telefonisch mit, dass ein Rückflug vorerst nicht möglich ist. Die Raketenangriffe haben die Nerven der Touristen stark strapaziert. Münch berichtet von ihrer Angst, dass ihr Hotel ebenfalls getroffen werden könnte.

Ungewissheit und Angst

Die Situation hat viele Urlauber in eine angespannte Lage versetzt. Münch und ihr Mann haben eine Nacht in der Hotellobby verbracht, in der Hoffnung, sich im Falle eines Alarms rechtzeitig in Sicherheit bringen zu können.

Maßnahmen der Bundesregierung

Die deutsche Regierung reagiert auf die Krise und plant, besonders verletzliche Gruppen wie Kinder, Schwangere und Kranke aus der Region zurückzuholen. Außenminister Johann Wadephul kündigte an, dass Maschinen nach Riad und Maskat geschickt werden, um den gestrandeten Deutschen zu helfen. Schätzungen zufolge sitzen etwa 30.000 Urlauber von deutschen Reiseveranstaltern in der Golfregion fest.

Geschlossene Lufträume

Die Eskalation in der Region hat dazu geführt, dass der Luftraum über mehreren Ländern gesperrt ist, was Rückflüge unmöglich macht. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf Touristen, sondern auch auf Geschäftsreisende und Gastarbeiter, die ebenfalls auf die Rückkehr nach Hause warten.

Auswirkungen auf den Tourismus

Die Angriffe haben nicht nur die Sicherheit der Reisenden in Frage gestellt, sondern auch das Image der Vereinigten Arabischen Emirate als sicheres Reiseland beschädigt. Normalerweise sind die Strände und Sehenswürdigkeiten in Dubai während der Wintermonate stark frequentiert. In der aktuellen Situation meiden viele Touristen jedoch die Strände, was zu einem spürbaren Rückgang der Besucherzahlen führt.

Evakuierung von Attraktionen

Die berühmte Attraktion Burj Khalifa, das höchste Gebäude der Welt, wurde am Wochenende evakuiert. Solche Maßnahmen zeigen, wie ernst die Lage wahrgenommen wird, und verdeutlichen die Unsicherheit, die sowohl Einheimische als auch Touristen empfinden.

Offizielle Stellungnahmen

Reem Al Hashimy, die Ministerin für internationale Zusammenarbeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten, versucht, die öffentliche Wahrnehmung zu beruhigen. Sie betont, dass das Land über eines der besten Flugabwehrsysteme der Welt verfüge und alles unternommen werde, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Berichte über Verletzte

Trotz dieser offiziellen Beteuerungen gibt es Berichte über mehrere Todesfälle, darunter Gastarbeiter aus Pakistan, Nepal und Bangladesch, die durch die Angriffe oder herabfallende Raketenteile ums Leben kamen. Diese Nachrichten tragen zur allgemeinen Unsicherheit und Angst bei den Touristen bei.

Der Wunsch nach Rückkehr

Die Stimmung unter den gestrandeten Touristen ist von einer starken Sehnsucht nach Rückkehr geprägt. Viele äußern den Wunsch, so schnell wie möglich aus Dubai wegzukommen. Das Ehepaar Münch beschreibt, dass sie und andere Urlauber nur eines wollen: schnellstmöglich nach Hause.

Politische Spannungen

Die Frage, ob die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Angriffe reagieren werden, bleibt offen. Ministerin Al Hashimy äußert die Hoffnung, dass es nicht zu weiteren militärischen Eskalationen kommt, betont jedoch, dass man nicht tatenlos zusehen werde, sollten sich die Angriffe wiederholen. Diese Unsicherheit könnte die Situation für Touristen weiter verschärfen.

Ausblick auf die nächsten Schritte

Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu sehen, wie die Situation sich entwickeln wird. Die Bundesregierung plant, die Rückholaktionen weiter voranzutreiben, während die Emirate versuchen, die Sicherheit zu gewährleisten und das Vertrauen der Touristen zurückzugewinnen. Die Lage bleibt angespannt, und viele hoffen auf eine baldige Normalisierung der Verhältnisse in der Region.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/hand-feld-sport-spiel-6542382/ · Foto: Kampus Production
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/asien/deutsche-touristen-golfregion-100.html