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Fußball - Berichte: FIFA setzt Mitgliedsverbänden Frist für Infantinos Investoren-Plan
Schlagzeilen · 29.07.2026 17:51

Fußball - Berichte: FIFA setzt Mitgliedsverbänden Frist für Infantinos Investoren-Plan

Kurz: Die FIFA drängt ihre Mitgliedsverbände zu einer Entscheidung über einen milliardenschweren Investorenplan. Die Pläne stoßen international auf geteilte Reaktione

Druck auf die Mitgliedsverbände

Der Fußball-Weltverband FIFA erhöht den Druck auf seine 211 Mitgliedsverbände. Berichten britischer Medien zufolge hat FIFA-Präsident Gianni Infantino eine klare Frist für die Zustimmung zu einem neuen Investorenprojekt gesetzt. Bis zum 19. September sollen die Verbände ihre Entscheidung über das Vorhaben treffen, bei dem es um die Veräußerung kommerzieller Rechte an den Weltmeisterschaften geht.

Die finanziellen Dimensionen, die mit diesem Plan verbunden sind, sind erheblich. Laut den vorliegenden Informationen stellt die FIFA bei einer Zustimmung eine Summe von zehn Milliarden Dollar in Aussicht. Sollte das Projekt hingegen abgelehnt werden, reduziert sich der in Aussicht gestellte Betrag nach Angaben aus dem FIFA-Schreiben auf 2,7 Milliarden Dollar.

Widerstand aus Europa

Besonders deutlich formuliert sich der Widerstand innerhalb der UEFA. Der europäische Fußball-Verband übte scharfe Kritik an dem Vorgehen der FIFA. In einer Stellungnahme betonte die UEFA, dass sich innerhalb ihrer Reihen ein erheblicher und stetig wachsender Widerstand gegen die Pläne formiere. Dabei wurde der Vorwurf laut, die FIFA nutze den Sport, um sich selbst sowie ihr nahestehende Akteure finanziell zu bereichern.

Differenzierte Haltung anderer Kontinentalverbände

Während die UEFA eine ablehnende Haltung einnimmt, zeigen sich andere Kontinentalverbände inhaltlich aufgeschlossener. Sowohl die Verbände aus Asien als auch aus Nord- und Mittelamerika signalisierten eine grundsätzliche Offenheit gegenüber den Vorschlägen von Infantino.

Dennoch gibt es auch in diesen Regionen kritische Stimmen, die sich primär auf die Art und Weise der Kommunikation beziehen. Vertreter dieser Verbände bemängelten, dass sie im Vorfeld der Ankündigung nicht ausreichend über die Details und die Tragweite der Pläne informiert worden seien. Dieser Mangel an Transparenz im Vorfeld sorgt für Unmut, auch wenn die inhaltliche Debatte über die Investitionen noch nicht abgeschlossen ist.

Hintergründe und mögliche Folgen

Der Kern des Vorhabens liegt in der Teilveräußerung kommerzieller Rechte an den Weltmeisterschaften. Ein solcher Schritt würde die wirtschaftliche Struktur der FIFA nachhaltig verändern und neue Abhängigkeiten schaffen. Die deutliche Differenz zwischen den beiden genannten Summen – zehn Milliarden Dollar bei Zustimmung gegenüber 2,7 Milliarden bei Ablehnung – verdeutlicht, dass es dem Verband um eine weitreichende Entscheidung geht, die den finanziellen Spielraum für die kommenden Jahre maßgeblich definieren wird.

Für die kommenden Wochen ist mit intensiven diplomatischen Gesprächen zwischen den Verbänden und der FIFA-Spitze zu rechnen. Ob die gesetzte Frist im September ausreicht, um einen Konsens zu finden oder ob sich die Fronten weiter verhärten, bleibt abzuwarten. Die Kritik der UEFA deutet darauf hin, dass die Auseinandersetzung über die Kommerzialisierung des Fußballs eine neue Stufe erreicht hat.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/vancouver-science-world-mit-fifa-ausstellung-an-einem-sonnigen-tag-38104077/ · Foto: The Six
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/berichte-fifa-setzt-mitgliedsverbaenden-frist-fuer-infantinos-investoren-plan-102.html