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Füchse Berlin nach Sieg in Porto eine Runde weiter
Sport · 15.10.2026 23:14

Füchse Berlin nach Sieg in Porto eine Runde weiter

Kurz: Die Füchse Berlin sichern sich mit einem 36:33-Auswärtssieg beim FC Porto vorzeitig den Einzug in die Hauptrunde der Handball-Champions-League.

Ein wichtiger Meilenstein in Europa

Die Füchse Berlin haben ihr großes Ziel für die aktuelle Gruppenphase der Handball-Champions-League vorzeitig erreicht. Mit einem hart umkämpften 36:33-Auswärtssieg beim FC Porto sicherte sich die Mannschaft von Trainer Nicolej Krickau den Einzug in die nächste Runde des prestigeträchtigen Wettbewerbs. Durch diesen Erfolg ist den Berlinern der zweite Tabellenplatz in der Gruppe A nicht mehr zu nehmen, was für den weiteren Saisonverlauf eine enorme Planungssicherheit bedeutet. Die Partie in Portugal war dabei kein Spaziergang, sondern ein intensives Duell, das bis in die Schlussminuten hinein von hoher Dynamik und taktischen Finessen geprägt war. Besonders die offensive Durchschlagskraft in den entscheidenden Momenten der zweiten Halbzeit sowie die individuelle Klasse einzelner Akteure ermöglichten es den Füchsen, die zwei Zähler aus der Fremde mitzunehmen. Dass man bereits vor den letzten Gruppenspielen das Ticket für die Hauptrunde gelöst hat, unterstreicht die bisher starke Form der Berliner auf internationalem Parkett. Die mitgereisten Fans und das Team konnten nach dem Schlusspfiff den verdienten Lohn für eine konzentrierte Leistung feiern, die den Grundstein für die weitere europäische Reise legt.

Die statistische Aufarbeitung der Partie

Betrachtet man die nackten Zahlen des Abends, sticht vor allem eine Leistung heraus: Linksaußen Tim Freihöfer avancierte mit beeindruckenden 15 Treffern zum unangefochtenen Top-Scorer der Partie und war damit der entscheidende Faktor im Berliner Angriffsspiel. Auf der Gegenseite präsentierte sich Vasco Costa als treffsicherster Akteur des FC Porto, der insgesamt acht Tore erzielte, jedoch die Niederlage seiner Mannschaft nicht verhindern konnte. Das Spiel war von Beginn an von einer gewissen Nervosität auf beiden Seiten geprägt, was sich in einer hohen Fehlerquote widerspiegelte. Während die Füchse Berlin in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich auf 15:11 davonzogen, kämpften sich die Portugiesen immer wieder heran, sodass es mit einem knappen 19:18 für die Gäste in die Kabinen ging. Auch im zweiten Durchgang blieb es ein enges Rennen. Erst in den letzten zehn Minuten gelang es den Berlinern, durch eine geschickte Ausnutzung von Überzahlsituationen – maßgeblich initiiert durch Mathias Gidsel – einen entscheidenden Puffer aufzubauen. Fünf Minuten vor Spielende stand es 34:30, ehe Porto noch einmal auf 34:32 verkürzen konnte. Erst zwei späte Treffer gegen den siebten Feldspieler der Portugiesen besiegelten den 36:33-Endstand.

Der Weg zum Erfolg und die Vorgeschichte

Der Erfolg in Porto kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung in der laufenden Champions-League-Saison. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Füchse Berlin ihre Ambitionen unterstrichen, als sie das Hinspiel gegen denselben Gegner vor heimischer Kulisse deutlich mit 40:32 für sich entscheiden konnten. Diese Ausgangslage gab dem Team das nötige Selbstvertrauen für die Auswärtsreise. Dennoch verlief der Abend in Portugal keineswegs reibungslos. Die erste Hälfte war geprägt von zahlreichen Ungenauigkeiten im Offensivspiel beider Mannschaften. Die Füchse vergaben teilweise überhastet ihre Chancen, während Porto durch eine physisch robuste Spielweise versuchte, den Rhythmus der Berliner zu stören. Dass es dennoch gelang, die Führung über weite Strecken zu behaupten, spricht für die mentale Stärke der Krickau-Truppe. Der bisherige Verlauf der Gruppenphase zeigt, dass die Berliner trotz kleinerer Schwächephasen – etwa als man kurz nach der Pause mit 19:20 in Rückstand geriet – in der Lage sind, auf Widerstände zu reagieren und das Spielglück durch taktische Disziplin wieder auf die eigene Seite zu ziehen.

Die Protagonisten auf dem Parkett

Im Zentrum des Geschehens stand bei den Berlinern vor allem das Zusammenspiel zwischen dem Rückraum und den Außenpositionen. Mathias Gidsel, der Superstar des Teams, brauchte zwar eine gewisse Anlaufzeit und erzielte in der ersten Hälfte lediglich drei Tore, konnte aber in der Schlussphase seine Klasse voll ausspielen. Er fungierte als kluger Regisseur, der die doppelte Überzahl in den letzten zehn Minuten konsequent nutzte, um seine Mitspieler in Szene zu setzen oder selbst zum Abschluss zu kommen. Auf der Torhüterposition wechselten sich Lasse Ludwig und Andreas Palicka ab. Während beide zu Beginn des Spiels Schwierigkeiten hatten, den Zugriff auf die gegnerischen Würfe zu finden, steigerte sich Palicka im Verlauf der zweiten Hälfte deutlich und verzeichnete wichtige Paraden, die den Grundstein für den Berliner Vorsprung legten. Trainer Nicolej Krickau war gefordert, immer wieder auf die taktischen Umstellungen Portos zu reagieren, insbesondere als der Gegner in der Schlussphase versuchte, mit einem siebten Feldspieler die numerische Überlegenheit zu erzwingen. Die Disziplin der Berliner, auch in hitzigen Phasen mit vielen Zeitstrafen, war letztlich ausschlaggebend für den Erfolg.

Einordnung der Leistung und des Tabellenbildes

Einzuordnen ist dieser Sieg als ein wichtiger Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Füchse Berlin. Den Berichten zufolge war das Spiel zwar nicht durchgehend von spielerischer Brillanz geprägt, doch die Fähigkeit, auch in einer fehlerbehafteten Partie die Oberhand zu behalten, zeichnet ein Spitzenteam aus. Der vorzeitige Einzug in die Hauptrunde ist ein Erfolg, der den Druck von den verbleibenden Gruppenspielen nimmt. Dennoch bleibt die Gruppe A hart umkämpft. Die Tatsache, dass die Berliner nach dem Sieg in Porto den zweiten Platz festigen konnten, ist ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Die physische Komponente, die Porto in beiden Spielen einbrachte, forderte den Berlinern alles ab, was zeigt, dass man in der Champions League gegen jeden Gegner an die Leistungsgrenze gehen muss. Dass man trotz der zwischenzeitlichen Führung des Gegners in der zweiten Halbzeit nicht die Nerven verlor, sondern durch gezielte Paraden und eine bessere Chancenverwertung zurückkam, unterstreicht die Reife der Mannschaft. Es ist ein Sieg, der vor allem durch mannschaftliche Geschlossenheit und die individuelle Klasse von Akteuren wie Freihöfer und Gidsel in der Crunchtime zustande kam.

Offene Fragen und verbleibende Ungewissheiten

Obwohl der Sieg in Porto sportlich klare Fakten geschaffen hat, bleiben einige Aspekte des Spiels und der weiteren Entwicklung unbeantwortet. Der Quelltext gibt beispielsweise keinen Aufschluss darüber, wie schwerwiegend die physischen Belastungen für den Kader sind, nachdem das Spiel von vielen Zeitstrafen und einem hohen Tempo geprägt war. Auch bleibt offen, wie die medizinische Abteilung den Zustand der Spieler nach den intensiven Zweikämpfen einschätzt, was für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga von entscheidender Bedeutung sein könnte. Zudem wird nicht explizit thematisiert, welche taktischen Anpassungen Trainer Nicolej Krickau für die kommenden internationalen Duelle plant, um die in Porto sichtbaren Ungenauigkeiten in der Offensive abzustellen. Die Frage, ob die Berliner in der Lage sind, gegen noch stärkere Gegner als Porto über die volle Distanz von 60 Minuten eine konstante Leistung ohne solche Schwächephasen abzurufen, lässt sich anhand des vorliegenden Berichts nicht abschließend klären. Auch die langfristigen Auswirkungen der hohen Belastung auf den breiten Kader werden erst in den nächsten Wochen sichtbar werden.

Der Blick nach vorn: Termine und Herausforderungen

Für die Füchse Berlin bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, denn der Terminkalender ist eng getaktet. Bereits am Sonntag, dem 18. Oktober, steht die nächste große Bewährungsprobe an: Das Duell in der Bundesliga gegen den aktuellen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt. Diese Partie wird richtungsweisend für die nationale Ambition der Berliner sein. Der rbb wird dieses Spiel ab 15 Uhr live im Fernsehen sowie im Stream auf rbb24.de übertragen. Nach diesem nationalen Kräftemessen richtet sich der Fokus wieder auf die Champions League. Am 21. Oktober steht das nächste Gruppenspiel gegen den Tabellenführer Veszprém an. Sollten die Füchse in dieser Begegnung einen Sieg einfahren, könnten sie in der Tabelle punktgleich mit den Ungarn ziehen. Damit bleibt die Spannung in der Gruppe A bis zum Ende erhalten, auch wenn das Ticket für die Hauptrunde bereits sicher im Gepäck der Berliner ist. Die kommenden Tage werden zeigen, wie das Team die Regeneration nach dem Porto-Spiel bewältigt und ob die Formkurve für die anstehenden Top-Duelle weiter nach oben zeigt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-wahrzeichen-skyline-baume-14425185/ · Foto: Ilkauri Scheer
Quelle: https://www.sportschau.de/regional/rbb/rbb-champions-league-fuechse-nach-sieg-in-porto-eine-runde-weiter-100.html