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Feuerwehr kämpft auf Kreta und in der Türkei gegen Flammen
Schlagzeilen · 31.07.2026 18:25

Feuerwehr kämpft auf Kreta und in der Türkei gegen Flammen

Kurz: Während sich die Waldbrandlage in Frankreich und Spanien stabilisiert, kämpfen Einsatzkräfte in Griechenland und der Türkei weiterhin gegen gefährliche Flammen.

Entspannung in Westeuropa, kritische Lage im Osten

Während sich die Situation in den Waldbrandgebieten Frankreichs und Spaniens allmählich stabilisiert, bleibt die Lage in Griechenland und der Türkei weiterhin angespannt. In den westeuropäischen Ländern konnten in den vergangenen Tagen erste Erfolge bei der Eindämmung der Feuer erzielt werden, was es vielen evakuierten Anwohnern ermöglichte, in ihre Gemeinden zurückzukehren.

In Frankreich, insbesondere in der Region um Bordeaux, begünstigten sinkende Temperaturen und eine höhere Luftfeuchtigkeit die Arbeit der Einsatzkräfte. Nach Angaben der Präfektur konnten bereits über 160.000 der zuvor evakuierten Menschen ihre Häuser wieder beziehen. Auch der Bahnverkehr südlich von Bordeaux soll in Kürze wieder aufgenommen werden, nachdem Experten das Schienennetz auf Schäden geprüft haben. Dennoch bleibt die Wachsamkeit hoch, da die Feuerwehr weiterhin Brandherde auf einer Fläche von rund 42.000 Hektar bekämpft.

In Spanien sind die Feuer in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo weitgehend unter Kontrolle. Auch im Osten des Landes, in der Provinz Castellón, breiten sich die Flammen nach Behördenangaben nicht weiter aus. Dennoch bleibt die Gefahr in weiten Teilen des Landes extrem hoch, weshalb die Behörden weiterhin vor leichtsinnigem Verhalten warnen, das neue Brände provozieren könnte.

Herausforderungen durch Wetterbedingungen in Griechenland und der Türkei

Ganz anders stellt sich die Lage im östlichen Mittelmeerraum dar. In Griechenland halten zwei große Waldbrände die Einsatzkräfte in Atem. Besonders kritisch ist die Situation nordwestlich von Athen, wo sich die Flammen auf einer kilometerlangen Front ausbreiten. Im Gebiet Agios Wasileios mussten Hunderte Menschen vor den herannahenden Feuern mit Booten evakuiert werden. Auch auf der Halbinsel Peloponnes nahe Porto Heli sind zahlreiche Dörfer von Evakuierungen betroffen.

Erschwert werden die Löscharbeiten in Griechenland durch orkanartige Winde, die den Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern stark einschränken. Auf Kreta, wo die Feuerwehr ebenfalls im Dauereinsatz ist, hat sich die Lage zwar leicht entspannt, doch der Zivilschutz warnt vor einer jederzeitigen Verschärfung durch auffrischende Winde. Für weite Teile des Landes gilt weiterhin die höchste Waldbrandgefahrenstufe.

In der Türkei konnte die Feuerwehr nach drei Tagen intensiver Arbeit einen Großteil der Brände im Westen und Süden des Landes unter Kontrolle bringen. Dennoch dauern die Einsätze, etwa in der Provinz Aydin, an. Die Schäden sind erheblich: Umweltminister Murat Kurum berichtete von 65 beschädigten Gebäuden. In der Provinz Mugla wurden rund 5.000 Hektar Wald- und Agrarfläche vernichtet. Die Behörden leiteten bereits erste Ermittlungen ein; so wurden zwei Personen festgenommen, die durch Schweißarbeiten einen Brand ausgelöst haben sollen.

Klimakrise und präventive Maßnahmen

Angesichts der zerstörerischen Brände in mehreren europäischen Ländern mahnen die Vereinten Nationen (UN) eindringlich zu mehr Klimaschutz. Die UN fordern eine rasche Reduzierung der Treibhausgasemissionen, um die Folgen der Klimakrise abzumildern. Die Häufung der Ereignisse unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene in präventive Maßnahmen zu investieren.

Einige Länder haben bereits Strategien entwickelt, um das Risiko zu minimieren. Griechenland setzt beispielsweise auf die regelmäßige Beseitigung von Unterholz und die Anlage von Brandschneisen, um die Ausbreitung von Feuern zu begrenzen. In der Türkei greifen die Gouverneursämter im Sommer häufig zu präventiven Betretungsverboten für besonders gefährdete Waldgebiete, wie es aktuell bereits für die Region um Ankara angeordnet wurde.

Die internationale Zusammenarbeit spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Über einen EU-Hilfsmechanismus haben Frankreich und Spanien bereits erfolgreich Unterstützung in Form von Löschflugzeugen, Hubschraubern und zusätzlichem Personal angefordert, um die Katastrophenbewältigung zu koordinieren.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feuerwehrleute-bekampfen-waldbrand-mit-wasserwerfern-38369204/ · Foto: Özgür Sürmeli
Quelle: https://www.zdfheute.de/panorama/braende-griechenland-tuerkei-frankreich-spanien-feuer-100.html