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Feuer in Bordeaux unter Kontrolle - Lage bei Athen angespannt
Schlagzeilen · 01.08.2026 14:31

Feuer in Bordeaux unter Kontrolle - Lage bei Athen angespannt

Kurz: Entspannung in Frankreich: Die Waldbrände bei Bordeaux sind unter Kontrolle. In Griechenland hingegen spitzt sich die Lage durch starke Winde dramatisch zu.

Entwarnung in Frankreich: Lage bei Bordeaux stabilisiert sich

Nach wochenlanger Anspannung gibt es positive Nachrichten aus Frankreich. Wie Innenminister Laurent Nuñez mitteilte, konnte der verheerende Waldbrand in der Nähe von Bordeaux unter Kontrolle gebracht werden. Das Feuer, das als das bisher massivste der laufenden Saison in Frankreich galt, breitet sich nach aktuellen Erkenntnissen nicht weiter aus. Dennoch bleibt die Situation vor Ort kritisch, da weiterhin aktive Brandherde und Gefahrenzonen existieren.

Die Auswirkungen der Brände waren enorm: Insgesamt waren in der Region rund 42.000 Hektar Land betroffen. Die Evakuierungsmaßnahmen betrafen 224.000 Menschen. Mit der nun eintretenden Entspannung können bereits 198.000 Bewohner in ihre Häuser zurückkehren; weitere 10.000 Menschen sollen zeitnah folgen können. Laut Minister Nuñez sind in Frankreich seit Jahresbeginn bereits 119.000 Hektar Wald durch Brände zerstört worden.

Sorgenkind im Département Var

Trotz der Fortschritte bei Bordeaux gibt es in anderen Teilen Frankreichs weiterhin Grund zur Sorge. Im Département Var im Süden des Landes flammte ein Feuer erneut auf und breitete sich innerhalb weniger Stunden auf über 1.000 Hektar aus. Die Behörden stufen das Gebiet als Hochrisikozone ein, da für den Nachmittag trockene und starke Winde prognostiziert wurden, die den Brand weiter anfachen könnten. Aktuell sind 1.500 Einsatzkräfte sowie 11 Luftfahrzeuge – bestehend aus sechs Löschflugzeugen und fünf Helikoptern – im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Dramatische Entwicklung in Griechenland

Während Frankreich aufatmen kann, verschärft sich die Situation in Griechenland deutlich. Nachdem das Land den Sommer über weitgehend von großen Katastrophen verschont geblieben war, sorgen nun mehrere Wald- und Buschbrände für höchste Alarmbereitschaft. Besonders kritisch ist die Lage etwa 60 Kilometer westlich von Athen. Die Rauchentwicklung ist so massiv, dass sie bis in die griechische Hauptstadt sichtbar ist.

Die Wetterbedingungen erschweren die Löscharbeiten massiv. Starke Windböen verhindern den Einsatz von Löschflugzeugen, da diese unter den gegebenen Bedingungen kein Wasser aufnehmen können. Ein Feuerwehrsprecher betonte, dass sich das Land derzeit in der höchsten Waldbrandwarnstufe (Kategorie 5) befinde.

Zerstörung in Porto Germeno

Besonders schwer getroffen wurde der Küstenort Porto Germeno am Golf von Korinth. Nach Angaben des Vizebürgermeisters der Gemeinde Mandra sind dort schätzungsweise bis zu 100 Häuser den Flammen zum Opfer gefallen. Zudem wurden Viehställe und landwirtschaftliche Anwesen zerstört. Das Feuer wütet dort aktuell an drei verschiedenen Fronten.

Die Behörden haben eindringliche Warnungen an die Bevölkerung ausgesprochen. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Gefahr eines Wiederaufflammens wurden Anwohner aufgefordert, evakuierte Gebiete keinesfalls zu betreten. Unnötige Wege sollen vermieden werden, um die Rettungskräfte nicht zu behindern und die eigene Sicherheit nicht zu gefährden. Der Katastrophenschutz konzentriert sich derzeit darauf, die Ausbreitung in dem rund sechs mal sechs Kilometer großen betroffenen Gebiet einzudämmen, wobei die Wetterlage der entscheidende Faktor für die kommenden Stunden bleibt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/lebendiger-sommertag-auf-dem-stadtplatz-von-bordeaux-30732729/ · Foto: TBD Traveller
Quelle: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/bordeaux-athen-waldbrand-100.html