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EM-Zehnkampf - Neugebauer baut mit der Kugel seine Führung aus
Sport · 12.08.2026 14:49

EM-Zehnkampf - Neugebauer baut mit der Kugel seine Führung aus

Kurz: Leo Neugebauer dominiert den Zehnkampf bei der EM in Birmingham. Nach drei Disziplinen liegt der Top-Favorit in Führung, auch Niklas Kaul überzeugt.

Ein starker Auftakt bei der EM in Birmingham

Der Zehnkampf der Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham hat mit einem Paukenschlag begonnen. Leo Neugebauer, der als einer der größten Favoriten auf den Titel in die Königsdisziplin der Athleten gestartet ist, hat seine Ambitionen bereits am ersten Wettkampftag eindrucksvoll unterstrichen. Nach den ersten drei Disziplinen – dem 100-Meter-Sprint, dem Weitsprung und dem Kugelstoßen – führt der 26-jährige Deutsche das Feld souverän an. Mit insgesamt 2.819 Punkten liegt er deutlich vor der internationalen Konkurrenz. Dieser Zwischenstand ist das Ergebnis einer konzentrierten Leistung, bei der er trotz eines kleinen Stolperers zum Auftakt die Nerven behielt und sich in den technischen Disziplinen als überlegen erwies. Die Atmosphäre im Stadion, die von einer großen Anzahl deutscher Fans geprägt ist, scheint den Athleten zusätzlich zu beflügeln. Neugebauer selbst zeigte sich nach dem Kugelstoßen in bester Stimmung und betonte, wie sehr er die Unterstützung von den Rängen genießt. Sein Ziel für den weiteren Verlauf des Tages ist es nun, die Energie für die kommenden Herausforderungen zu bündeln und den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.

Die Einzelleistungen im Detail

Der Wettkampftag begann für Neugebauer mit dem 100-Meter-Lauf, bei dem er eine Zeit von 10,90 Sekunden erreichte. Obwohl er beim Start kurz aus dem Gleichgewicht geriet, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen; seine persönliche Bestzeit liegt bei 10,61 Sekunden. Im Weitsprung konnte er seine Klasse dann voll ausspielen. Mit einer Weite von 7,82 Metern, die er trotz eines Gegenwindes erzielte, sicherte er sich die Tagesbestweite in dieser Disziplin. Dabei traf er den Absprungbalken nahezu perfekt und blieb nur 18 Zentimeter unter seiner persönlichen Bestmarke von 8,00 Metern. Im Kugelstoßen setzte er dann ein weiteres Ausrufezeichen: Mit 17,13 Metern erzielte er nicht nur eine neue Saisonbestleistung, sondern stellte zudem einen neuen Rekord für die beste Weite auf, die jemals bei einer Europameisterschaft in einem Zehnkampf gestoßen wurde. Hinter ihm rangiert der Niederländer Jeff Tesselaar mit 2.690 Punkten auf dem zweiten Platz, gefolgt vom norwegischen Vize-Europameister Sander Skotheim, der aktuell 2.638 Punkte auf seinem Konto hat. Diese Abstände verdeutlichen die aktuelle Dominanz des deutschen Athleten in der frühen Phase des Wettbewerbs.

Der Hintergrund der Gold-Mission

Die Erwartungen an Leo Neugebauer waren bereits vor Beginn der Europameisterschaften in Birmingham extrem hoch. Als amtierender Weltmeister führte er die Meldeliste mit einer beeindruckenden Punktzahl von 8.730 Zählern an. Die Vorbereitung auf diesen Wettkampf verlief nach den Berichten zufolge absolut nach Plan. Dass der Schweizer Simon Ehammer, einer der schärfsten Konkurrenten, auf den Zehnkampf verzichtete und sich stattdessen auf den Weitsprung konzentrierte – wo er am Dienstag Silber gewann –, hat die Ausgangslage für die deutsche Riege weiter verbessert. Zudem fehlt mit dem Olympiasieger Markus Rooth aus Norwegen ein weiterer hochkarätiger Athlet im Teilnehmerfeld. Diese Umstände haben den Weg für Neugebauer geebnet, doch der Druck, als Top-Favorit zu starten, bleibt bestehen. Die bisherige Saison hat gezeigt, dass der Deutsche in einer hervorragenden Verfassung ist, was durch die Prognosen von Experten wie Frank Busemann unterstrichen wurde. Die EM-Premiere des 26-Jährigen ist somit nicht nur ein sportlicher Test, sondern die konsequente Fortsetzung einer bereits sehr erfolgreichen Karriere auf internationalem Parkett.

Die Akteure im deutschen Team

Neben Neugebauer sorgt auch der erfahrene Niklas Kaul für positive Schlagzeilen. Der Mainzer, der als Spezialist für den zweiten Wettkampftag gilt, zeigte bereits am ersten Vormittag eine beachtliche Form. Mit einer persönlichen Bestleistung von 15,26 Metern im Kugelstoßen schob er sich auf den zwölften Platz des Gesamtklassements vor und kommt nun auf 2.482 Punkte. Kaul betonte, dass er mit seinem bisherigen Auftritt sehr zufrieden sei, insbesondere mit den 100 Metern, bei denen er ebenso wie im Weitsprung (7,22 Meter) persönliche Saisonbestleistungen aufstellte. Auch der junge Amadeus Gräber aus Frankfurt feierte ein überzeugendes Debüt. Der 21-Jährige, der bei seiner ersten EM-Teilnahme keine Anzeichen von Nervosität zeigte, liegt nach drei Disziplinen auf dem 14. Platz mit 2.462 Punkten. Während er im 100-Meter-Lauf mit 10,79 Sekunden eine solide Leistung ablieferte, fiel er im Kugelstoßen mit 13,29 Metern leicht hinter die Spitze zurück. Dennoch blickt das gesamte deutsche Team optimistisch auf die kommenden Herausforderungen, da die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung innerhalb der Mannschaft eine wichtige Rolle spielen.

Einordnung der bisherigen Ereignisse

Einzuordnen ist der bisherige Wettkampfverlauf als eine Demonstration der Stärke durch das deutsche Team. Dass Neugebauer trotz eines kleinen Fehlers beim Sprint-Start die Führung behaupten konnte, spricht für seine mentale Stärke und seine technische Sicherheit in den Wurf- und Sprungdisziplinen. Den Berichten zufolge ist die Stimmung innerhalb der deutschen Mannschaft exzellent, was nicht zuletzt an der großen Unterstützung durch die mitgereisten Fans liegt. Die Tatsache, dass sowohl Kaul als auch Gräber persönliche Saisonbestleistungen oder sogar persönliche Rekorde erzielen konnten, deutet darauf hin, dass die Vorbereitung auf Birmingham optimal verlaufen ist. Die deutsche Mannschaft darf sich nach derzeitigem Stand berechtigte Hoffnungen auf Medaillen machen, wobei Neugebauer als klarer Anwärter auf Gold gilt. Die Abwesenheit einiger internationaler Top-Athleten mindert dabei nicht die Leistung der Deutschen, sondern unterstreicht vielmehr die Konstanz, mit der sie ihre Ziele verfolgen. Die sportliche Qualität des Zehnkampfes in Birmingham bleibt trotz der Ausfälle hoch, was den bisherigen Vorsprung Neugebauers umso bemerkenswerter macht.

Offene Fragen zum weiteren Verlauf

Obwohl der erste Teil des Zehnkampfes sehr erfolgreich verlaufen ist, bleiben einige Fragen für den weiteren Verlauf des Wettkampfes offen. Der Quelltext gibt keine Auskunft darüber, wie sich die Wetterbedingungen in Birmingham im Laufe des Tages verändern könnten, was insbesondere für die Hochsprung-Session am Abend von Bedeutung sein könnte. Auch bleibt abzuwarten, wie sich die körperliche Belastung bei den Athleten nach den ersten drei Disziplinen auswirkt, da der Zehnkampf gerade in der zweiten Hälfte oft durch Ermüdungserscheinungen entschieden wird. Zudem ist nicht bekannt, welche taktischen Anpassungen die Konkurrenz für die kommenden Disziplinen plant, um den Rückstand auf Neugebauer noch zu verkürzen. Die Frage, ob Niklas Kaul seine Stärken am zweiten Tag wie gewohnt ausspielen kann und ob Amadeus Gräber seine Nervenstärke auch in den technisch anspruchsvolleren Disziplinen beibehalten wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beantworten. Auch die exakten gesundheitlichen Befindlichkeiten der Athleten nach der Mittagspause sind nicht detailliert dokumentiert, was jedoch im Sportalltag üblich ist.

Der Ausblick auf die Abendveranstaltung

Der Zeitplan für die kommenden Stunden ist bereits fixiert. Nach einer kurzen Erholungsphase, die Neugebauer für ein Nickerchen und zur Regeneration nutzen möchte, steht am Abend die Fortsetzung des Zehnkampfes auf dem Programm. Die Abendsession beginnt um 19.40 Uhr mit dem Hochsprung. Dies ist für die Athleten eine wichtige Gelegenheit, um weitere Punkte zu sammeln und ihre Position im Gesamtranking zu festigen oder auszubauen. Die Zuschauer in Birmingham dürfen sich auf einen spannenden Abend freuen, an dem sich zeigen wird, ob der deutsche Favorit seine Führung weiter ausbauen kann. Für die Athleten gilt es nun, den Fokus auf die nächste Disziplin zu richten und die bisherigen Erfolge als Motivation zu nutzen, ohne dabei die Konzentration zu verlieren. Die Stimmung im Stadion wird auch am Abend ein entscheidender Faktor sein, um die Sportler zu Höchstleistungen zu treiben. Alle Beteiligten bereiten sich nun auf die Fortsetzung des Wettkampfes vor, wobei das Ziel für die deutschen Starter klar definiert bleibt: Den bisherigen Erfolg durch eine konzentrierte Leistung in den verbleibenden Disziplinen zu krönen.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/feld-model-rasen-sport-20068549/ · Foto: gu evary
Quelle: https://www.sportschau.de/leichtathletik/em/neugebauer-springt-sich-in-schwung-kaul-mit-gutem-start,la-em-2026-birmingham-zehnkampf-neugebauer-kaul-100.html