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Deutscher Umweltpreis für Juristin und für Forscher
Schlagzeilen · 03.09.2026 10:44

Deutscher Umweltpreis für Juristin und für Forscher

Kurz: Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zeichnet 2026 die Juristin Roda Verheyen und den Ingenieur Klaus Vossenkaul mit dem renommierten Deutschen Umweltpreis aus.

Ein bedeutendes Signal für Umwelt und Gesellschaft

Im September 2026 hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) ihre diesjährigen Preisträger für den Deutschen Umweltpreis bekannt gegeben. Die Auszeichnung, die als eine der höchstdotierten ihrer Art in Europa gilt, würdigt in diesem Jahr zwei Persönlichkeiten, die auf grundlegend unterschiedliche Weise zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen beitragen. Die Hamburger Umweltjuristin Roda Verheyen und der Ingenieur Klaus Vossenkaul aus Roetgen bei Aachen teilen sich das Preisgeld von insgesamt 500.000 Euro. Während Verheyen durch ihren juristischen Einsatz für Klimaschutzvorgaben und die Unterstützung von Betroffenen von Klimafolgen überzeugt, hat Vossenkaul mit seiner Arbeit an neuartigen Membranfilter-Technologien die Abwasserreinigung revolutioniert. Die offizielle Verleihung der prestigeträchtigen Auszeichnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist für den 25. Oktober 2026 in Aachen terminiert. Mit dieser Wahl unterstreicht die DBU erneut ihren Anspruch, sowohl technologische Innovationen als auch gesellschaftlich-rechtliche Impulse für eine nachhaltige Zukunft zu prämieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Preisträger und ihre Leistungen im Detail

Die 54-jährige Roda Verheyen, die auch als Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts tätig ist, wird für ihr konsequentes Eintreten für rechtliche Rahmenbedingungen im Klima- und Umweltschutz geehrt. Sie fungiert als wichtige Stimme für Menschen, die unter den direkten Folgen des Klimawandels leiden. Ihre juristische Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie abstrakte nationale und internationale Rechtsnormen auf konkrete Sachverhalte anwendet und somit deren praktische Wirksamkeit sicherstellt. Der DBU-Generalsekretär Alexander Bonde lobte besonders ihre Eloquenz und ihr entschlossenes Auftreten, das sie zu einem Vorbild für eine neue Generation von Juristen mache. Auf der anderen Seite steht der 61-jährige Klaus Vossenkaul, Gründer und Geschäftsführer der Membion GmbH. Seine Entwicklung, die auf Hohlfasermembranfiltern basiert, ermöglicht eine effiziente Reinigung von Klärschlamm. Die etwa 1,60 Meter langen, spaghettiähnlichen Filter bestehen aus vier verschiedenen Kunststoffen und sind in der Lage, Mikroplastik, Krankheitserreger sowie multiresistente Keime aus dem Wasser zu entfernen. In Kombination mit Aktivkohle können zudem Rückstände von Medikamenten und Kosmetika effektiv herausgefiltert werden, was eine neue Ära der Wasseraufbereitung einläutet.

Der Weg zur Auszeichnung und der historische Kontext

Der Deutsche Umweltpreis wird jährlich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt vergeben, um Leistungen zu würdigen, die den Schutz und Erhalt der Umwelt maßgeblich voranbringen. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury, die nach Wegen sucht, sowohl wissenschaftliche Durchbrüche als auch politisch-gesellschaftliches Engagement zu honorieren. In der Vergangenheit wurden bereits unterschiedlichste Disziplinen ausgezeichnet, was die Breite des Umweltbegriffs widerspiegelt. So erhielt im Jahr 2025 eine Klimaforscherin aus der Schweiz den Preis, während zeitgleich ein nachhaltiges Verzinkungsunternehmen aus Gelsenkirchen gewürdigt wurde. Auch in den Jahren zuvor, etwa 2024, standen Moorforscher und Pioniere der Elektromobilität im Fokus. Diese Kontinuität zeigt, dass die Stiftung bestrebt ist, ein breites Spektrum an Lösungen für die drängenden ökologischen Herausforderungen unserer Zeit abzubilden. Die diesjährige Wahl von Verheyen und Vossenkaul fügt sich in diese Tradition ein, indem sie die Symbiose aus technischer Präzision und rechtlicher Durchsetzungskraft in den Mittelpunkt stellt, um den ökologischen Wandel auf verschiedenen Ebenen voranzutreiben.

Die handelnden Akteure und Institutionen

Im Zentrum steht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück, welche den Preis auslobt und die Auswahl trifft. Alexander Bonde, der Generalsekretär der Stiftung, fungiert dabei als wichtigster Sprecher und Vermittler der Entscheidung. Er betonte in seiner Stellungnahme die Bedeutung von Roda Verheyen als Kommunikatorin, die komplexe juristische Sachverhalte für die Öffentlichkeit verständlich mache. Auf der Seite der Preisträger ist Roda Verheyen als Rechtsanwältin und Verfassungsrichterin eine zentrale Figur im deutschen Rechtswesen. Klaus Vossenkaul hingegen repräsentiert die unternehmerische und forschende Seite der Medaille. Als Geschäftsführer der Membion GmbH in Roetgen bei Aachen hat er seine Erfindung zur Marktreife gebracht. Die Einbindung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Überbringer der Auszeichnung unterstreicht zudem die staatspolitische Relevanz, die dem Umweltpreis in Deutschland beigemessen wird. Diese Akteure bilden ein Netzwerk aus Wissenschaft, Justiz, Zivilgesellschaft und staatlicher Repräsentation, das gemeinsam an der Zielsetzung arbeitet, ökologische Standards durch Vorbilder zu setzen.

Einordnung der Bedeutung für die Umweltpolitik

Einzuordnen ist die diesjährige Preisvergabe als ein starkes Signal für die Verzahnung von technischer Innovation und rechtlicher Verbindlichkeit. Den Berichten zufolge markiert die Arbeit von Klaus Vossenkaul einen technologischen Fortschritt, der Kläranlagen zukunftsfest macht, indem er bei minimalem Energiebedarf und geringem Platzverbrauch eine exzellente Wasserqualität liefert. Dies ist angesichts der zunehmenden Belastung durch Spurenstoffe wie Mikroplastik und Arzneimittelrückstände von hoher Relevanz. Ebenso ist die Arbeit von Roda Verheyen als ein entscheidender Faktor für die politische Durchsetzung von Klimazielen zu bewerten. Indem sie den Rechtsweg nutzt, um abstrakte Klimaziele in konkrete, einklagbare Pflichten zu übersetzen, schafft sie einen notwendigen Druck auf politische und wirtschaftliche Akteure. Die Kombination dieser beiden Ansätze – die technische Lösung für bestehende Probleme und die juristische Durchsetzung von Schutzvorgaben – verdeutlicht, dass der Kampf für eine gesunde Umwelt eine multidisziplinäre Aufgabe ist, die sowohl Erfindergeist als auch juristische Schärfe erfordert.

Offene Fragen und verbleibende Unklarheiten

Obwohl die Bekanntgabe der Preisträger viele Details zu den Hintergründen und den Leistungen der Geehrten liefert, bleiben einige Aspekte im vorliegenden Quelltext unbeantwortet. So wird beispielsweise nicht explizit ausgeführt, welche spezifischen Rechtsfälle Roda Verheyen in der Vergangenheit geführt hat, die zu dieser hohen Auszeichnung geführt haben, abgesehen von der allgemeinen Beschreibung ihrer Arbeit als Anwältin und Verfassungsrichterin. Auch bei der Technologie von Klaus Vossenkaul fehlen detaillierte Angaben zur Skalierbarkeit der Membranfilter-Technologie für Großanlagen in anderen Ländern oder zur wirtschaftlichen Rentabilität des Verfahrens im Vergleich zu herkömmlichen Kläranlagen. Zudem wird nicht erläutert, wie genau die Entscheidungsprozesse innerhalb der DBU-Jury abliefen und welche anderen Kandidaten möglicherweise in der engeren Auswahl standen. Auch die genaue Aufteilung des Preisgeldes zwischen den beiden Preisträgern wird nicht weiter spezifiziert, außer dass sie sich die 500.000 Euro teilen. Diese Lücken lassen Raum für weiterführende Berichterstattung, betreffen jedoch nicht den Kern der Würdigung der beiden Preisträger selbst.

Der weitere Zeitplan und kommende Schritte

Der nächste entscheidende Termin für die Preisträger ist der 25. Oktober 2026. An diesem Tag wird der Deutsche Umweltpreis im Rahmen eines Festaktes in Aachen überreicht. Die Veranstaltung, bei der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ehrung vornimmt, bildet den feierlichen Höhepunkt des Auswahlprozesses. Für Roda Verheyen bedeutet dies eine weitere öffentliche Anerkennung ihres juristischen Wirkens, das sie voraussichtlich in ihrer Rolle als Anwältin und Verfassungsrichterin fortsetzen wird. Klaus Vossenkaul wird durch die Auszeichnung zusätzliche Aufmerksamkeit für seine Membion GmbH erhalten, was möglicherweise die weitere Verbreitung seiner Filtertechnologie in der Abwasserwirtschaft fördern könnte. Die DBU wird nach der Verleihung vermutlich wie in den Vorjahren die Arbeit der Preisträger weiter medial begleiten, um die Vorbildfunktion der Geehrten zu unterstreichen. Weitere spezifische Termine oder geplante Projekte der Preisträger im direkten Anschluss an die Verleihung wurden im aktuellen Informationsstand nicht genannt, sodass die Aufmerksamkeit nun vollständig auf den Festakt im Oktober gerichtet ist.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-frau-festhalten-halten-8422357/ · Foto: Pavel Danilyuk
Quelle: https://www.zdfheute.de/wissen/deutscher-umweltpreis-vergabe-preistraeger-100.html