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Bestsellerautor Sebastian Fitzek vergleicht Smartphones mit Crack
Technik · 14.08.2026 10:48

Bestsellerautor Sebastian Fitzek vergleicht Smartphones mit Crack

Kurz: Der Bestsellerautor Sebastian Fitzek warnt vor der Suchtgefahr durch Smartphones und zieht einen drastischen Vergleich zu harten Drogen.

Ein drastischer Vergleich zur digitalen Abhängigkeit

Der bekannte deutsche Bestsellerautor Sebastian Fitzek hat in einem aktuellen Interview mit der »Neuen Osnabrücker Zeitung« für Aufsehen gesorgt, indem er das Abhängigkeitspotenzial von Smartphones mit dem Konsum von harten Drogen verglich. Der 54-Jährige, der für seine psychologischen Thriller bekannt ist, bezeichnete die Geräte als einen »absoluten Zeitkiller«. Er stellte dabei einen direkten Kontrast zwischen dem klassischen Buch und dem modernen Mobiltelefon her. Während er Bücher als vergleichbar mit Schokolade einstuft – zwar nicht immer gesund, aber im Kern harmlos –, sieht er in der ständigen Verfügbarkeit digitaler Inhalte eine ernsthafte Gefahr. Fitzek, der nach eigenen Angaben jährlich versucht, seine tägliche Bildschirmzeit bewusst zu reduzieren, plädiert für eine striktere Trennung zwischen dem digitalen Alltag und der Privatsphäre. Als konkrete Konsequenz für seinen eigenen Lebensstil fordert er daher: »Handys raus aus dem Schlafzimmer!« Damit unterstreicht er die Notwendigkeit, bewusste Freiräume zu schaffen, die nicht durch den ständigen Zugriff auf das Internet oder soziale Medien gestört werden.

Persönliche Einblicke in ein verbreitetes Problem

Besonders bemerkenswert an den Aussagen des Autors ist die Offenheit, mit der er über seine eigenen Erfahrungen spricht. Fitzek räumte ein, dass ihn das Thema der digitalen Abhängigkeit nicht nur theoretisch beschäftigt, sondern auch persönlich betrifft. Im Rahmen einer Recherche für seine literarische Arbeit suchte der Schriftsteller einen Therapeuten auf, um einen Einblick in den Ablauf einer therapeutischen Behandlung zu erhalten. Als der Therapeut ihn jedoch aufforderte, ein echtes, persönliches Anliegen für das Gespräch zu benennen, wählte Fitzek das Thema seiner eigenen Handysucht. Dieser Moment verdeutlicht, dass selbst Menschen, die beruflich kreativ tätig sind, unter dem ständigen Drang leiden, zum Smartphone zu greifen. Der Autor beschrieb zudem typische Alltagssituationen, etwa das Warten auf eine andere Person. Statt die gewonnene Zeit zu nutzen, um die Gedanken schweifen zu lassen oder einfach zu träumen, greife er reflexartig zum Gerät, um E-Mails zu prüfen. Diese ständige Erreichbarkeit sieht er als einen Faktor, der die Fähigkeit zur Langeweile und damit auch zur kreativen Entfaltung systematisch untergräbt.

Die Rolle der Langeweile und der kreativen Muße

Ein zentraler Punkt in der Argumentation von Sebastian Fitzek ist der Verlust der Langeweile durch die permanente Verfügbarkeit des Internets. Der Autor betont, dass das Smartphone dazu führt, dass jede freie Minute sofort mit digitalen Inhalten gefüllt wird. Dies habe zur Folge, dass das Gehirn kaum noch zur Ruhe komme oder die Möglichkeit erhalte, in einen Zustand der Tagträumerei zu gelangen. Für einen Schriftsteller, dessen Arbeit maßgeblich auf Fantasie und der Verarbeitung von Gedanken basiert, stellt dieser Umstand eine besondere Herausforderung dar. Fitzek beobachtet an sich selbst, dass er durch den exzessiven Konsum digitaler Inhalte weniger liest als früher. Diese Beobachtung deckt sich mit einer breiteren gesellschaftlichen Debatte über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Aufmerksamkeitsspanne und die Lesekultur. Einzuordnen ist das so, dass Fitzek hierbei eine Perspektive einnimmt, die den Schutz des eigenen Geistes vor der ständigen Reizüberflutung in den Vordergrund stellt. Der Vergleich mit Crack dient dabei als rhetorisches Mittel, um die Intensität des Suchtdrucks zu verdeutlichen, den viele Nutzer im Alltag verspüren, wenn sie versuchen, ihr Nutzungsverhalten zu regulieren.

Einordnung der Debatte um digitale Selbstbestimmung

Die Aussagen von Sebastian Fitzek sind ein deutliches Signal in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit durch mobile Endgeräte zunehmend verschwimmen. Den Berichten zufolge ist Fitzek nicht allein mit seinem Anliegen, die Kontrolle über die eigene Bildschirmzeit zurückzugewinnen. Die Debatte um den bewussten Umgang mit Technik, oft als »Digital Detox« bezeichnet, gewinnt in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung. Fitzeks Äußerungen lassen sich als Appell an die Eigenverantwortung verstehen. Er zeigt auf, dass auch ein erfolgreicher Autor, der beruflich auf die digitale Welt angewiesen ist, Strategien entwickeln muss, um der Sogwirkung der Geräte zu entkommen. Dass er dabei sogar therapeutische Hilfe in Anspruch nahm, unterstreicht den Ernst, mit dem er die Problematik bewertet. Es geht ihm nicht um eine generelle Verteufelung der Technik, sondern um den Schutz der menschlichen Fähigkeit, innezuhalten. Die ständige Verfügbarkeit von Informationen und die damit einhergehende ständige Erreichbarkeit werden von ihm als eine Form der Entfremdung von den eigenen Gedanken wahrgenommen, die aktiv bekämpft werden muss.

Offene Fragen und der weitere Weg

Obwohl Sebastian Fitzek sehr offen über seine Erfahrungen berichtet hat, bleiben einige Aspekte des Themas im Rahmen des vorliegenden Berichts unbeantwortet. So wird nicht detailliert ausgeführt, welche spezifischen therapeutischen Strategien er angewandt hat, um seine Handysucht zu bewältigen, außer dem bloßen Gespräch über das Thema. Auch bleibt offen, ob er neben dem Verbot des Smartphones im Schlafzimmer weitere technische Hilfsmittel oder Apps nutzt, um seine Bildschirmzeit zu begrenzen. Ebenso wenig wird thematisiert, wie er die Balance zwischen seiner beruflichen Notwendigkeit, online präsent zu sein, und seinem Wunsch nach digitaler Abstinenz langfristig halten will. Der Bericht lässt zudem offen, ob er plant, seine Erfahrungen mit der Handysucht in einem seiner kommenden Thriller literarisch zu verarbeiten oder ob er sich in Zukunft intensiver als Ratgeber zu diesem Thema äußern wird. Fest steht lediglich, dass der Autor das Bewusstsein für die eigene Bildschirmzeit schärfen will und sein persönliches Beispiel als Anstoß für eine breitere Diskussion dienen könnte. Konkrete Termine für weitere Schritte oder öffentliche Auftritte zu diesem speziellen Thema wurden im Quelltext nicht genannt.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/futuristische-benutzeroberflache-auf-einem-laptop-mit-neon-tastatur-38117127/ · Foto: Rafael Minguet Delgado
Quelle: https://www.spiegel.de/kultur/literatur/bestsellerautor-sebastian-fitzek-vergleich-smartphones-mit-crack-a-f13d793b-d600-4771-938e-f6da0b5ebb50#ref=rss