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Barcelona lässt bei Galatasaray nach VAR-Glück die Muskeln spielen
Sport · 13.10.2026 23:22

Barcelona lässt bei Galatasaray nach VAR-Glück die Muskeln spielen

Kurz: Der FC Barcelona setzt seine Siegesserie fort. Nach einem knappen Rückstand und VAR-Glück gegen Galatasaray Istanbul siegen die Katalanen souverän mit 4:1.

Was geschehen ist: Die Wende nach dem VAR-Schock

Der FC Barcelona hat seine beeindruckende Siegesserie in der laufenden Saison fortgesetzt und am zweiten Spieltag der Champions League einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg bei Galatasaray Istanbul eingefahren. Die Partie im Rams-Park entwickelte sich für das Team von Trainer Hansi Flick zunächst jedoch zu einer unerwarteten Herausforderung. Während Barcelona das Spielgeschehen über weite Strecken kontrollierte, erwischten die Gastgeber aus der Türkei einen mutigen Start und nutzten die sich bietenden Räume bei gegnerischen Offensivbemühungen konsequent aus. Nachdem Galatasaray durch Aleksey Batrakov in Führung gegangen war und kurz darauf beinahe das 2:0 erzielt hätte, sorgte eine Entscheidung des Videoschiedsrichters für den Wendepunkt des Abends. Die Aberkennung eines Treffers wegen einer hauchdünnen Abseitsposition verhinderte den drohenden Zwei-Tore-Rückstand der Katalanen. In der Folge bewies Barcelona seine enorme Qualität, glich noch vor der Halbzeit aus und dominierte den zweiten Durchgang nach Belieben. Mit diesem Erfolg bleibt die Mannschaft in allen bisherigen Pflichtspielen der Saison makellos und unterstreicht ihre Ambitionen auf europäischer Bühne.

Die Einzelheiten: Zahlen, Namen und spielentscheidende Momente

Die Partie in Istanbul bot eine Vielzahl an statistischen Höhepunkten und individuellen Glanzleistungen. Den Führungstreffer für Galatasaray erzielte Aleksey Batrakov in der 28. Minute, nachdem Rafael Leao über die linke Seite durchgebrochen war und den Ball flach in den Strafraum brachte; Batrakovs Abschluss wurde dabei unhaltbar abgefälscht. In der 34. Minute jubelte das Stadion erneut, als Baris Yilmaz traf, doch der Videoschiedsrichter intervenierte nach langer Prüfung und erkannte eine knappe Abseitsstellung. Barcelona antwortete noch vor der Pause: In der 43. Minute verwandelte Joao Cancelo nach einem schnellen Zuspiel von Dani Olmo zum 1:1. Nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste auf. Fermin Lopez traf in der 50. Minute nach einer Flanke von Lamine Yamal zur Führung. Nur drei Minuten später erhöhte Anthony Gordon (53.) nach einem sehenswerten Solo von Yamal auf 3:1. Den Schlusspunkt setzte Karim Adeyemi in der 65. Minute, wobei der Treffer offiziell Gabriel Jesus zugeschrieben wurde, da dieser den Pass von Yamal entscheidend abfälschte. Leroy Sané wurde in der 58. Minute eingewechselt, blieb jedoch ohne nennenswerte Aktion.

Hintergrund: Die Erfolgsserie unter Hansi Flick

Der FC Barcelona präsentiert sich unter der sportlichen Leitung des ehemaligen deutschen Bundestrainers Hansi Flick in einer außergewöhnlichen Verfassung. Vor dem Gastspiel in Istanbul hatte das Team sämtliche neun Pflichtspiele der laufenden Saison für sich entscheiden können. Dabei beeindruckte die Mannschaft nicht nur durch die reine Anzahl der Siege, sondern vor allem durch ihre offensive Durchschlagskraft: In fünf dieser Begegnungen erzielte Barcelona fünf oder mehr Treffer. Die Bilanz vor der Partie gegen Galatasaray war mit einem Torverhältnis von 39:8 aus neun Spielen herausragend. Auch in der Champions League war der Start mit einem 5:1-Erfolg gegen Feyenoord Rotterdam bereits optimal verlaufen. Die Aufgabe in Istanbul galt im Vorfeld als der bisher härteste Test für die Flick-Elf in diesem Fußballjahr. Dass die Mannschaft trotz des zwischenzeitlichen Rückstands und der drohenden Gefahr eines 0:2-Rückstands die Ruhe bewahrte und die Partie souverän drehte, unterstreicht die mentale Stärke und die spielerische Reife, die sich das Team in den vergangenen Wochen unter dem neuen Trainer erarbeitet hat.

Die Beteiligten: Akteure und personelle Situation

Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand neben dem erfolgreichen Kollektiv vor allem Lamine Yamal, der als Vorlagengeber an drei der vier Treffer maßgeblich beteiligt war und seine Rolle als einer der wichtigsten Akteure im Offensivspiel der Katalanen festigte. Auf Seiten von Galatasaray sorgten Akteure wie Rafael Leao, Aleksey Batrakov und Baris Yilmaz für die gefährlichen Momente, konnten die Niederlage jedoch nicht abwenden. Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf Ilkay Gündogan. Der deutsche Nationalspieler, der im vergangenen Jahr nach Istanbul gewechselt war, um sich in der Champions League zu beweisen, fand sich in einer schwierigen sportlichen Lage wieder. Nachdem er sich öffentlich über seine Reservistenrolle beklagt hatte, saß er auch in dieser wichtigen Partie über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Die sportliche Leitung von Galatasaray muss sich nun mit der Frage auseinandersetzen, wie die Situation um den erfahrenen Mittelfeldspieler in den kommenden Monaten gelöst werden soll, da er derzeit auf dem Abstellgleis zu stehen scheint.

Einordnung: Was der Sieg über die Form aussagt

Den Berichten zufolge ist der Sieg Barcelonas als ein erneuter Nachweis der aktuellen Dominanz einzuordnen. Dass die Katalanen trotz eines Rückstands und einer spielerisch schwierigen Phase in der ersten Halbzeit – in der sie zwar 66 Prozent der Zweikämpfe gewannen und 65 Prozent Ballbesitz verzeichneten, aber dennoch den ersten Gegentreffer hinnehmen mussten – so deutlich zurückkamen, spricht für eine hohe individuelle Klasse. Die statistische Überlegenheit von 10:3 Torschüssen bereits in der ersten Hälfte deutete schon vor dem Ausgleich an, dass der Druck der Gäste zunehmen würde. Einzuordnen ist das Spiel auch als herber Rückschlag für Galatasaray. Nach der Auftaktniederlage gegen Sporting Lissabon (1:3) steht der türkische Traditionsverein in der Champions League nun bei zwei Niederlagen aus zwei Spielen. Während Barcelona seine makellose Serie auf zehn Siege aus zehn Pflichtspielen ausbaute, verschärft sich für Galatasaray der Druck, um im weiteren Verlauf des Wettbewerbs noch Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu finden.

Offene Fragen: Was der Quelltext nicht beantwortet

Trotz der detaillierten Berichterstattung über den Spielverlauf und die statistischen Werte bleiben einige Aspekte offen. Der Quelltext macht keine Angaben dazu, wie die taktische Ausrichtung von Galatasaray nach dem aberkannten Treffer in der 34. Minute aussah und ob die Mannschaft nach diesem psychologischen Nackenschlag bewusst defensiver agierte. Ebenso wenig wird thematisiert, welche medizinischen oder taktischen Gründe für die Einwechslung von Leroy Sané in der 58. Minute sprachen, der laut Bericht wirkungslos blieb. Auch bleibt unklar, wie die interne Kommunikation zwischen Ilkay Gündogan und dem Trainerstab von Galatasaray nach der öffentlichen Kritik des Spielers über seine Reservistenrolle konkret aussieht. Der Text benennt zwar den Status des Spielers als Reservist, lässt jedoch offen, ob es bereits Gespräche über einen möglichen Vereinswechsel im kommenden Winter gibt oder ob der Verein an einer Integration des Spielers festhält. Auch die genaue Schwere der Belastung für den Kader durch die hohe Taktung der Pflichtspiele wird nicht weiter analysiert.

Wie es weitergeht: Ausblick auf die kommenden Aufgaben

Für den FC Barcelona steht nach dem zehnten Pflichtspielsieg in Folge die Fortsetzung der nationalen und internationalen Saison an. Das Team von Hansi Flick wird versuchen, die makellose Bilanz in den kommenden Wochen zu wahren. Galatasaray Istanbul hingegen steht vor einer schwierigen Phase. Nach den zwei Niederlagen zum Auftakt der Champions-League-Saison gegen Sporting Lissabon und den FC Barcelona wird der Fokus nun auf den kommenden Spieltagen liegen, um den Anschluss nicht vollends zu verlieren. Die Personalie Ilkay Gündogan bleibt ein Thema, das den Verein in Richtung der Wintertransferperiode begleiten dürfte, insbesondere wenn der Spieler weiterhin keine Einsatzzeiten erhält. Konkrete Termine für die nächsten Begegnungen oder weiterführende Entscheidungen des Vereinsmanagements bezüglich des Kaders wurden im vorliegenden Bericht nicht genannt, sodass die sportliche Entwicklung in Istanbul sowie die Siegesserie der Katalanen in den nächsten Partien genau zu beobachten sein werden.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/menschen-freiheit-einfarbig-monochrom-12126336/ · Foto: Boris Curto
Quelle: https://www.sportschau.de/fussball/championsleague/adeyemi-trifft-barca-laesst-nach-var-glueck-die-muskeln,spielbericht-galatasaray-barcelona-100.html