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Altpapiercontainer durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt: Hinweise auf zwei jugendliche Täter in Waldau erbeten
Regional · 30.10.2026 11:44

Altpapiercontainer durch Feuerwerkskörper in Brand gesetzt: Hinweise auf zwei jugendliche Täter in Waldau erbeten

Kurz: In Kassel-Waldau wurde ein Altpapiercontainer durch Feuerwerkskörper zerstört. Die Polizei sucht nach zwei jugendlichen Tatverdächtigen.

Ein Vorfall in der Görlitzer Straße

Am Donnerstagabend des 29. Oktober 2026 kam es in Kassel-Waldau zu einem polizeilich registrierten Vorfall, bei dem ein Altpapiercontainer ein Raub der Flammen wurde. Gegen 19:30 Uhr wurden sowohl die Feuerwehr als auch die Beamten des Polizeireviers Ost alarmiert, nachdem eine aufmerksame Passantin das Feuer bemerkt und die Rettungskräfte verständigt hatte. Der Brand führte zur vollständigen Zerstörung des Containers. Die Ermittlungsbehörden gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass das Feuer vorsätzlich durch den Einsatz von Feuerwerkskörpern ausgelöst wurde. Trotz umgehender Fahndungsmaßnahmen durch die Einsatzkräfte vor Ort konnten die mutmaßlichen Verursacher unmittelbar nach dem Ereignis nicht mehr angetroffen werden. Der Vorfall ereignete sich in der Görlitzer Straße, einem Bereich, der nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen ist. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe, um die Identität der flüchtigen Personen zu klären und den Hergang der Tat lückenlos aufzuarbeiten.

Details zu den Tatverdächtigen und dem Hergang

Die Ermittlungen stützen sich maßgeblich auf die Beobachtungen einer Zeugin, die sich zum Zeitpunkt des Geschehens in der Nähe der Görlitzer Straße aufhielt. Sie berichtete den Beamten, kurz vor der Entdeckung des Brandes Knallgeräusche wahrgenommen zu haben. In diesem Zusammenhang sah sie zwei Jugendliche, die sich zügig vom Ort des Geschehens entfernten. Bemerkenswert ist, dass diese beiden Personen während der laufenden Löscharbeiten der Feuerwehr noch einmal an den Brandort zurückkehrten. Als die Zeugin die beiden Jugendlichen direkt ansprach, flüchteten diese erneut. Die Personen werden als männlich beschrieben, mit einem geschätzten Alter von 13 bis 14 Jahren. Ihre Körpergröße wird auf etwa 1,55 bis 1,70 Meter geschätzt, bei normaler Statur und schwarzen Haaren. Auffällig war die Kleidung: Ein Jugendlicher trug ein helles Oberteil, während der zweite mit dunkler Oberbekleidung bekleidet war. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Jugendlichen zwei Feuerwerkskörper in den Behälter warfen, was den Brand und die anschließende Zerstörung des Altpapiercontainers verursachte.

Hintergrund und bisheriger Verlauf

Der Vorfall in Waldau reiht sich in eine Serie von Sachbeschädigungen ein, die für die Anwohner und die örtlichen Behörden gleichermaßen ärgerlich sind. Die Polizei Nordhessen hat die Ermittlungen intensiviert und den Fall an die Kasseler Kriminalpolizei übergeben, die nun die Federführung bei der weiteren Aufarbeitung übernimmt. Die bisherigen polizeilichen Maßnahmen, insbesondere die unmittelbare Fahndung nach den Jugendlichen, blieben ohne Erfolg. Es ist davon auszugehen, dass die Täter die örtlichen Gegebenheiten in der Görlitzer Straße kannten, um sich nach der Tat schnell aus dem Staub machen zu können. Die Tatsache, dass sie während der Löscharbeiten zurückkehrten, könnte auf eine gewisse Neugier oder eine bewusste Beobachtung der Einsatzkräfte hindeuten, bevor sie durch die direkte Ansprache der Zeugin in die Flucht geschlagen wurden. Die Ermittler prüfen nun, ob es weitere Zeugen gibt, die die beiden Jugendlichen auf ihrem Fluchtweg gesehen haben könnten.

Die Akteure und Zuständigkeiten

In den Fall involviert sind primär die Beamten des Polizeireviers Ost in Kassel, die den Tatort als Erste aufnahmen und die Zeugenaussagen dokumentierten. Die Kriminalpolizei Kassel hat die weitere Sachbearbeitung übernommen, um die Hintergründe der Tat und die Identität der Jugendlichen zu klären. Pressesprecherin Ulrike Schaake vom Polizeipräsidium Nordhessen fungiert als zentrale Ansprechpartnerin für Medienanfragen und koordiniert die Öffentlichkeitsarbeit. Die Zeugin, die den Brand meldete und die Verdächtigen ansprach, spielt eine zentrale Rolle für den Ermittlungserfolg. Die Feuerwehr Kassel war ebenfalls vor Ort, um den Brand zu löschen und eine Ausbreitung der Flammen auf die Umgebung zu verhindern. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Unterstützung und nimmt unter der Rufnummer 0561-9100 sachdienliche Hinweise entgegen. Alle Beteiligten arbeiten daran, die Umstände der Brandstiftung zu klären, wobei die Polizei auf die Mithilfe der Anwohner in Waldau angewiesen ist.

Einordnung der Ereignisse

Einzuordnen ist das Geschehen als eine Form der Sachbeschädigung durch Brandstiftung, die durch den leichtfertigen Umgang mit Feuerwerkskörpern ausgelöst wurde. Den Berichten zufolge handelt es sich um eine Tat, die durch die Zerstörung von öffentlichem oder privatem Eigentum nicht nur Sachschaden verursacht, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Altersangabe der Verdächtigen – 13 bis 14 Jahre – ist besonders sensibel zu betrachten, da sie sich in einem Alter befinden, in dem strafrechtliche Konsequenzen anders bewertet werden als bei Erwachsenen. Dennoch ist das Verhalten, Feuerwerkskörper in einen Altpapiercontainer zu werfen, als gefährlich einzustufen, da sich ein solches Feuer unkontrolliert ausbreiten und auf umliegende Gebäude oder Fahrzeuge übergreifen könnte. Die Polizei bewertet das Verhalten der Jugendlichen, nach der Tat an den Brandort zurückzukehren, als dreist. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun darauf, ob es sich um eine einmalige Tat oder eine Serie handelt, wobei die Kriminalpolizei hierbei alle verfügbaren Spuren und Zeugenhinweise akribisch auswertet.

Offene Fragen und weitere Schritte

Der vorliegende Sachverhalt lässt einige Fragen offen, die im weiteren Verlauf der Ermittlungen geklärt werden müssen. So ist derzeit noch unklar, woher die Jugendlichen die Feuerwerkskörper bezogen haben, da der Vorfall Ende Oktober stattfand und somit außerhalb der üblichen Verkaufszeiten für Pyrotechnik liegt. Zudem bleibt offen, ob die Jugendlichen in der Nähe wohnhaft sind oder aus einem anderen Stadtteil stammen. Die Polizei hat keine Informationen darüber, ob die Täter bereits in der Vergangenheit polizeilich in Erscheinung getreten sind. Wie es weitergeht, hängt maßgeblich von den Hinweisen aus der Bevölkerung ab. Die Kriminalpolizei wird die Zeugenaussagen weiter abgleichen und prüfen, ob eventuell Überwachungskameras in der Görlitzer Straße oder dem angrenzenden Umfeld Aufschluss über den Fluchtweg oder die Identität der Jugendlichen geben können. Sobald neue Erkenntnisse vorliegen, wird die Pressestelle des Polizeipräsidiums Nordhessen darüber informieren. Die Fahndung bleibt aktiv, und die Ermittler hoffen auf weitere Zeugen, die die beiden beschriebenen Jugendlichen gesehen haben.

Bild: Pexels: https://www.pexels.com/de-de/foto/event-veranstaltung-pflanzen-burgersteig-17204640/ · Foto: Radwan Menzer
Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6380994